Lokalsport

Tröndle liefert " perfektes Rennen"

Zur Hitzeschlacht artete der achte Black-Forest-Ultra-Marathon der Mountainbiker in Kirchzarten aus: Beim ersten Startschuss morgens um halb acht zeigte der Thermometer bereits 22 Grad an, am Nachmittag stieg er bis auf 40 Grad. Von den Fahrern aus der Teckregion kam Siegfried Tröndle als Drittplatzierter auf der Marathondistanz von 76,5 Kilometern am besten zurecht.

KIRCHZARTEN Den rund 4200 Mountainbikern in Kirchzarten wurden angesichts der herrschenden Treibhaustemperaturen Höchstleistungen abverlangt, und das Veranstalter-Motto ("Keine Gnade für die Wade") feierte fröhliche Urständ.' Drei Tage lang dauerte das Meeting, wobei sich das Schwarzwaldstädtchen Kirchzarten einmal mehr als die Marathon-Hochburg der Mountainbiker entpuppte.

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Einen einheimischen Erfolg gab es im Rennen über die Marathondistanz (76,5 Kilometer/2100 Höhenmeter). Der Kirchzartener Benjamin Rudiger gewann nach 2.55,51 Stunden vor seinem Cousin Andre Rudiger (2.57,50) und Routinier Siggi Tröndle (2.58,05), der für den MTB Teck an den Start gegangen war.

Die Entscheidung fiel, als sich Benjamin Rudiger auf der Schlussabfahrt hinunter nach Kirchzarten mit einer Tempoverschärfung entscheidend absetzen konnte. Zuvor hatte sich eine dreiköpfige Spitzengruppe gebildet, zu der neben Vorjahressieger Andre Rudiger auch Siggi Tröndle zählten. Der Kampf um die Plätze verlief höchst spannend. Am Ende wurde Tröndle Dritter ein tolles Resultat für ihn. "Das war ein nahezu perfektes Rennen für mich", strahlte dieser im Ziel. Angenehmer Nebeneffekt für Tröndle: Die Zeit brachte ihm gleichzeitig den Klassensieg bei den Senioren ein.

Die 115,9 Kilometer lange "Ultra"-Strecke mit 3150 Höhenmetern nahmen gleich drei Biker vom TSV Weilheim Scott Team Heilenmann in Angriff: Ralf Böhm, Jürgen Bauer und Thomas Seyferle. Bauer platzierte sich vom Start weg in der international top besetzten 15-köpfigen Spitzengruppe, hatte aber nach knapp zwei Stunden eine Reifenpanne am Hinterrad. Als es ihm nicht gelang, diese selbst zu reparieren, musste er sein Bike zur letzten Verpflegungsstation zurücktragen, wo ihm an der Bikestation ein neuer Schlauch eingezogen wurde. Mit über zwanzig Minuten Zeitverlust nahm er das Rennen wieder auf die Chance auf einen vorderen Platz war dahin. Am Ende wurde er nach 5.15,24 Stunden 66.

Ralf Böhm erging es nicht viel besser. In seiner Altersklasse Senioren 2, auf Rang zwei gelegen, ereilte ihn nach gut der Hälfte des Rennens das Pannenpech. Nachdem er seinen platten Reifen geflickt hatte, fuhr Böhm als Zweiter weiter, doch 20 Kilometer vor dem Ziel passierte ihm das Pannenmalheur ein zweites Mal: platter Hinterreifen. Nun zogen zwei seiner Verfolger an ihm vorbei Böhm finishte als Fünfter der Seniorenklasse 2 (5.11.46 Stunden). Sein Teamkollege Thomas Seyferle erreichte nach einem gut eingeteilten Rennen Platz 88 (6.16,05 Stunden) unter den 360 Fahrern, die in dieser Klasse ins Ziel kamen.

st/gr/tb