Lokalsport

Trostpflaster für Weilheim

Kleines Finale: Sieg nach einem Kraftakt – Bastian Treiber bester Turnier-Torhüter

Keine hochklassige, aber unterhaltsame Fußball-Kost boten die Kontrahenten im kleinen Finale. Landesligist TSV Weilheim, im Halbfinale ausgeschieden, hatte gegen den A-Kreisligisten TSV Jesingen schließlich das bessere Ende für sich.

Teckboten-Pokal 2011; Spiel um Platz 3; TSV Jesingen (blau) gegen TSV Weilheim (rot); Weilheim siegt 2:0; Spieler 15 schiesst da
Teckboten-Pokal 2011; Spiel um Platz 3; TSV Jesingen (blau) gegen TSV Weilheim (rot); Weilheim siegt 2:0; Spieler 15 schiesst das Tor zum 2:0

Nach den Teckboten-Pokalsiegen 2009 und 2010 ergatterten die Weilheimer diesmal Platz drei – versöhnlicher Abschluss für den entgangenen dritten Finaleinzug in Folge.

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TSV Weilheim – TSV Jesingen 2:0 (1:0): „Logisch“ wird der Insider sagen, dass die Landesligamannschaft gegen den zwei Klassen tiefer angesiedelten Gegner gewonnen und damit den dritten Platz im Turnier erobert hat. Aber so selbstverständlich war der Sieg der Weilheimer nicht. Das Bezirksligateam leistete bis kurz vor Schluss hartnäckigen Widerstand.

Jesingen gab sich nach dem 0:1, vom rechten Flügel gekonnt vorbereitet von dem erst 17-jährigen Mike Tausch, noch lange nicht geschlagen. Die große Ausgleichschance ergab sich in der 51. Minute. Patrick Ott zog von halblinks ab. Sein strammer Schuss wäre in der langen Ecke gelandet, hätte Bastian Treiber im Weilheimer Tor nicht reaktionsschnell reagiert und den Ball um den Pfosten gedreht. Treibers Flug-Szene hatte Auswirkungen auf die spätere Siegerehrung: Von einer Fachjury wurde er zum besten Torhüter des Turniers gewählt und dafür ausgezeichnet.

Ein Torwartfehler auf der anderen Seite entschied das kleine Finale endgültig. Emek Ileli verschätzte sich bei einer Rechtsflanke von Julian Siwek, langte am Ball vorbei und Christian Jeschke sagte Dankeschön.

Dass der Teckbotenpokal-Rekordgewinner diesmal mit Rang drei vorlieb nehmen musste, tat Trainer Alex-ander Hübbe nach eigener Aussage nicht weh: „Der Turniersieg war nicht unser Ziel. Nur gegen Deizisau sind wir in vermeintlich stärkster Besetzung angetreten. In den anderen Partien habe ich bewusst immer wieder den ein oder anderen jungen Spieler eingesetzt, um mir ein Bild von ihrem Leistungsvermögen machen zu können. Das hat mir viele positive Erkenntnisse gebracht. Und außerdem können andere Mannschaften auch kicken“, sagte er.

Der Jesinger Spielertrainer Marc Augustin zog trotz der Niederlage ein positives Fazit: „So wie wir uns das ganze Turnier über präsentiert haben, bin ich mit unserer Leistung zufrieden. Am Ende hat etwas die Kraft gefehlt. Wir hatten weniger Spieler zur Verfügung als andere Teilnehmer. Die Hälfte unserer Mannschaft musste die ganze Woche über durchspielen. Das ging an die Substanz.“