Lokalsport

Trotzreaktion auf Betriebsunfall?

Im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga erwartet der VfL Kirchheim am morgigen Samstag die SpVgg Au/Iller (Spielbeginn 15.30 Uhr). Wie ausgeglichen sich die Liga zurzeit präsentiert, zeigt die Tatsache, dass nach nur fünf Spieltagen keine Mannschaft mehr ohne Niederlage ist.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Normalerweise müsste der VfL Kirchheim ungeschlagen an der Tabellenspitze der Verbandsliga stehen. Leider ist Fußball kein Wunschkonzert, denn mit der gezeigten Leistung beim Aufstiegsmitfavoriten TSF Ditzingen wäre ein Sieg mehr als verdient gewesen. Am Ende fehlte das nötige Glück, das man braucht, um ganz oben in der Tabelle zu stehen. Viele Fans stellen sich deshalb die Frage, wie die VfL-Spieler die unglückliche 0:1-Niederlage in Ditzingen verkraftet haben.

Für Trainer Michael Rentschler stellt sich diese Frage offensichtlich nicht: "Ich hoffe, die Spieler machen sich ihre Gedanken." Er versucht, Mut zu machen: "Wir freuen uns jetzt auf das nächste Spitzenspiel, und deshalb heißt die Devise Ärmel hochkrempeln und Mund abputzen." Auch Norbert Krumm, der sportliche Leiter des VfL, ist überzeugt, dass die Mannschaft die Niederlage verarbeitet hat: "Ich denke, die Spieler werden gegen die SpVgg Au die richtige Antwort geben."

Ob Mannschaftskapitän Mario Grimm nach seinen Problemen mit zu hohem Blutdruck mit von der Partie sein wird, entscheidet sich wohl erst kurz vor dem Spiel. "Wenn Mario mir grünes Licht gibt, dann spielt er auch", betont Michael Rentschler. Ansonsten wird der Kirchheimer Übungsleiter in der Anfangsformation keine großen Veränderungen vornehmen und somit wohl mit zwei Sturmspitzen wie zuletzt im Heimspiel gegen den FC Donzdorf antreten. Diese Entscheidung trifft der VfL-Trainer wie immer kurz vor dem Spiel.

Mit ebenfalls zehn Punkten steht die SpVgg Au auf dem fünften Tabellenplatz, einen Platz schlechter als der VfL. Trainer Markus Pleuler scheint rundum zufrieden zu sein: "Wir haben bisher nur gegen Mannschaften gespielt, die ich zu den Favoriten der Verbandsliga zähle." Einen Topfavoriten gibt es für den ehemaligen Bundesligaprofi nicht: "Ich erwarte fünf bis sieben Mannschaften, die sich um die ersten beiden Plätze streiten werden." Dabei hat Pleuler auch die Teckstädter auf der Rechnung: "Der VfL Kirchheim hat eine starke Mannschaft. Deshalb wäre ich in Kirchheim mit einem Punktgewinn hochzufrieden."

Dabei erinnert sich der Gästecoach gerne an die letzte Saison zurück, in der seine Mannschaft an der Jesinger Allee mit 4:1 die Punkte entführte. In der morgigen Partie steht Trainer Pleuler der komplette Kader zur Verfügung. Deshalb wird sich der Gäste-Trainer das Spiel auch von der Seitenlinie aus anschauen: "Es gibt für mich zurzeit keinen Grund selber mitzuspielen, denn das Gerüst steht." Noch in der vergangenen Saison zählte der 36-Jährige zur Stammformation.

Vor dem Anpfiff zur Verbandsligapartie findet morgen bereits um 13.15 Uhr ein Freundschaftsspiel zwischen den beiden Firmenmannschaften Fiat Deutschland und einer Auswahl der Firma Mosolf statt. Die Spielzeit dieser Begegnung beträgt zweimal eine halbe Stunde.

VfL Kirchheim:

Gühring Fuchs, Mayer, Er, Siopidis A. Meha, Raspe, Polat, Heilemann, Isci F. Meha.