Lokalsport

TSV Deizisau wird zum Abonnement-Sieger

Bei der 11. Auflage des EZ-Handball-Pokals in der Esslinger Neckarsporthalle setzte sich mit dem TSV Deizisau der Topfavorit durch. Im Finale besiegte der Regionalligist den Oberligisten TSV Neuhausen mit 18:12.

ESSLINGEN Die Deizisauer gewannen das Turnier zum fünften Mal in Folge und kassierten erneut 750 Euro Preisgeld. Der Zweite TSV Neuhausen aus der Baden-Württemberg-Liga erhielt 500 Euro. Dritter wurde Verbandsligist TEAM Esslingen (300 Euro) mit einem 21:19-Erfolg über den Liga-Konkurrenten TSV Scharnhausen (200 Euro).

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3 500 Zuschauer verfolgten an drei Turniertagen das Geschehen. Wolfgang Stoll, Abteilungsleiter der Esslingener, rang angesichts der riesigen Resonanz nach Worten. "Das Wort zufrieden ist zu kurz gegriffen. Wir sind mehr als vollauf zufrieden."

Auch die beiden Trainer der Finalisten kamen angesichts der vollen Ränge aus dem Staunen nicht heraus. "Ich bin überwältigt. Es hat Spaß gemacht", sagte Axel Liemert vom TSV Deizisau. Sein Neuhausener Kollege Markus Locher ergänzte: "Das Turnier ist einfach phänomenal. Ich kenne kein Turnier, bei dem über drei Tage die Ränge voll besetzt sind".

Beide Mannschaften haben einen wahren Handball-Marathon hinter sich. Neuhausen bestritt am Donnerstag und Samstag erfolgreich Punktspiele in der Baden-Württemberg-Oberliga und brillierte am Freitag und Sonntag in Esslingen. Der TSV Deizisau absolvierte am Samstag ebenfalls erfolgreich ein Punktspiel, ließ aber dennoch am Finaltag des Turniers keine Zweifel aufkommen, dass er erneut die Trophäe mit nach Hause nehmen wollte. "Die Mannschaft hat das Turnier sehr ernst genommen. Da bedurfte es keiner Extra-Motivation", sagte Liemert. Kapitän Daniel Fischer wies auf den besonderen Erwartungsdruck hin, der auf der Mannschaft lastete. "Hier geht es um das Prestige. Jeder will, dass wir als großer Favorit stolpern."

Diesen Gefallen taten die Deizis-auer den Zuschauern nicht. Sie spielten von Beginn an konzentriert und arbeiteten eine 5:1-Führung heraus. "Ich bin glücklich, dass wir Neuhausen, eine Top-Mannschaft der Baden-Württemberg-Oberliga, letztlich so niedergehalten haben", erklärte Liemert. Dass es für Neuhausen nicht ganz gereicht hat, lag auf der einen Seite am Substanzverlust. "Und dann haben wir in den ersten fünf Minuten unsere freien Chancen nicht genutzt", analysierte Locher, der nach vier Tagen Handball eine Stimme wie ein Reibeisen hatte.

Erstaunlich war, dass Neuhausen niemals aufgab und in der 20. Minute bis auf einen Treffer herankam (9:10). Danach war der Geist der Filder-Handballer zwar nach wie vor willig, doch das Fleisch wurde immer schwächer. Locher war trotz der Niederlage "über die Art und Weise, wie wir uns hier präsentiert haben, hochzufrieden". Zur Belohnung durfte die komplette Neuhausener Mannschaft anschließend ins Beurener Thermalbad zum Relaxen.

ez