Lokalsport

TSV Köngen feuert Seltenhofer

Was der Hamburger SV und der TSG Zell gemeinsam haben? Dass beide Clubs entgegen schlimmster Befürchtungen das Siegen doch nicht verlernt haben. Die Zeller wollen jetzt, wie auch der HSV ein paar Klassen höher, nach einem erfolgreich absolvierten Spieltag jetzt richtig durchstarten.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Ob Bundes- oder Bezirksliga, ob an der Waterkant oder am Fuße des Aichelbergs: Wenn ein Jammertal durchschritten wurde, klingen die Worte der Betroffenen freundlicher und Optimismus hält wieder Einzug. So wundert es nicht, dass Zells Spielleiter Andreas Wohlleben auch Tage nach dem psychologisch so eminent wichtigen 3:0 gegen den SV 1845 Esslingen noch bester Dinge ist. "Wir haben einen frischen Wind entfacht", erklärt der Jesinger, "jetzt müssen wir allerdings schauen, dass er nicht wieder abebbt." Wohlleben ist zuversichtlich, dass der Aufwärtstrend anhält. Übermorgen geht's zum Tabellensechsten TSV Neckartailfingen. Außer dem langzeitverletzten Marlon Moldowan kann Zells neuer Trainer Gaetano Intemperante momentan auf den gesamten Kader zurückgreifen. Die Zeller könnten am kommenden Sonntag sogar den letzten Tabellenplatz verlassen. Indem sie zum einen in Neckartailfingen siegen, zum anderen der Vorletzte TSV Köngen II zuhause gegen den TSV Jesingen verliert. Bei den Köngenern ist derzeit Feuer unterm Dach, nachdem die Abteilungsleitung in einer umstrittenen Nacht- und Nebel-Aktion Trainer Wolfgang Seltenhofer vor die Tür gesetzt hat. Seinen Job übernimmt mit Ingo Tallafuß und Frank Messing ab sofort ein Trainer-Gespann.

Beim TSV Jesingen musste in dieser Woche erst einmal ein schwerer Schlag verdaut werden. Torjäger Tobias Schweiger, der am Sonntag verletzt ausgewechselt wurde, fällt bis Ende des Jahres aus. Bei einer genauen Untersuchung entpuppte sich nämlich die vermeintliche Prellung am linken Fuß als Bruch. "Es hatte am Sonntag zunächst gar nicht so schlimm ausgesehen", rekapituliert TSVJ-Abteilungsleiter Steffen Mauz, "aber die Schmerzen wurden bei Tobias Sonntagnacht immer stärker." Ein ärztlicher Check brachte nun das niederschmetternde Ergebnis zutage. Mauz hofft trotzdem, dass den Jesingern bessere Zeiten bevorstehen. Nicht unbegründet: Nach der Partie beim Underdog TSVK II (Anpfiff: 13.15) folgen zwei Heimspiele hintereinander: am kommenden Mittwoch gegen den SSV Göppingen, vier Tage später gegen den SV Göppingen. Mauz: "Wenn wir eine ähnlich gute Leistung wie gegen den TSV Boll bringen und endlich auch mehr Chancen verwerten, geht es aufwärts."

Der TSV Jesingen ist als Tabellenachter derzeit punktgleich mit dem TSV Notzingen. Letztgenannter hat freilich das schlechtere Torverhältnis und rangiert auf Platz zehn. Der TSVN könnte die Jesinger bereits morgen überholen, denn der TSVN muss bereits am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) beim SV Göppingen ran. Mit dem 3:2 am vergangenen Sonntag in Raidwangen schoben sich die Göppinger auf Platz drei vor. Die Notzinger müssen vermutlich eine ähnliche Energieleistung wie beim 4:3 gegen den TSV Köngen II bringen, um zumindest einen Zähler zu ergattern.

Der SC Geislingen erwartet den Neuling TSV Raidwangen, der direkte SCG-Verfolger TSV Boll hat es mit dem TSV Grötzingen zu tun. Das Überraschungsteam aus Deizisau will den vierten Platz mit einem Heimerfolg über den stark abbauenden FV 09 Nürtingen verteidigen. Die weiteren Spiele in der Bezirksliga: Der SV 1845 Esslingen empfängt den TKSV Geislingen, während sich in Wernau die Sportfreunde und der Neuling SSV Göppingen duellieren.