Lokalsport

TSV Notzingen setzt zum Sturm auf den Zeller Berg an

Der Endspurt um die Meisterschaft der Fußball-Bezirksliga verspricht spannend wie selten zu werden. Nur ein einziger Punkt trennt die vier Mannschaften an der Tabellenspitze, wobei Primus TSV Notzingen ein Spiel weniger aufweist als die Konkurrenz aus Großbettlingen, Göppingen und Jesingen.

WALTER HALLER

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KIRCHHEIM Das Eichert-Team hat nach zuletzt imponierenden 25 Punkten in Folge alle Trümpfe in der Hand. Für die Notzinger stehen in Jesingen (14. Mai) und gegen Göppingen (eine Woche später) wohl die entscheidenden Duelle an. Doch "das nächste Spiel ist immer das schwerste" weiß Notzingens verletzter Spielertrainer Stefan Haußmann vor dem Kick am Zeller Berg. "Auch in Zell ist es nicht einfach, zu gewinnen, aber wir wollen die drei Punkte dort holen", fordert Notzingens Coach von seinen Mannen. Er ziehe den Hut vor der Leistung seines Teams, das in dieser Runde laufend vom Verletzungspech verfolgt wurde und vier bis fünf Leute dauernd gefehlt haben. Neuestes Opfer ist Freddy Giehl (Adduktorenverletzung). Dafür sind aber Ingo Schäfer und Zoran Paric wieder dabei.

Mit seinem 3:1-Sieg beim TKSV Geislingen hat der TSG Zell bewiesen, dass die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben wurde. Nachdem Axel Maier dort im November das Handtuch geworfen hatte, hoffte man mit dem neuen Coach Holm Weber auf Besserung jedoch hängt unterm Aichelberg seit dem 11. Dezember die "Rote Laterne".

Nach der Schlappe in Großbettlingen fordert Jesingens Coach Klaus Müller eine gewaltige Steigerung seiner Truppe, denn am Sonntag werde ein Sieg gegen den SV Esslingen beileibe kein Selbstläufer. Schmeichelhaft sei das 0:3 in Großbettlingen gewesen. Schon seit vier Wochen stellt Müller einen Abwärtstrend bei seinen Mannen fest, offensichtlich ist der nervliche Druck zu groß. Trotzdem wird in den Lehenäckern die Flinte vor den letzten sechs Spielen noch nicht ins Korn geworfen, zumal der TSVJ dabei vier Mal zu Hause antritt. Im Endspurt will Müller die Kurve kriegen und am Sonntag gegen die Kreisstädter den Anfang machen. Dabei werden wohl einige Änderungen in der Aufstellung anstehen, nachdem die zuletzt gesundheitlich angeschlagenen Viktor Oster und Manfred Heiland wieder fit sind.

Gespannt schauen Notzinger und Jesinger bereits morgen nach Göppingen, wo sich an der Hohenstaufenstraße ihre Konkurrenten SVG und Großbettlingen duellieren. In der Vorrunde siegte Göppingen am Staufenbühl mit 1:0, doch nach dem überzeugenden 3:0 gegen Jesingen ist der Maier-Truppe eine Revanche durchaus zuzutrauen. Den Göppingern wurde nämlich bei ihrem 2:0-Sieg in Grafenberg nur eine bescheidene Leistung bescheinigt.

Offen wie der Kampf um die Meisterschaft ist auch der Abstiegskampf. Da aus der Landesliga "Zuwachs" zu erwarten ist (Geislingen, Dürnau), wird es wohl drei Absteiger geben und der Viertletzte muss in die Relegation. Dabei sitzt die SGEH noch dick im Schlamassel, aber man ist bei den Älblern optimistisch, das Klassenziel noch zu erreichen. Fünf Punkte trennen die letzten Fünf und dabei ist auch am Tabellenende noch nichts entschieden. "Die nächsten drei Spiele gegen Neuhausen, Grafenberg und Nürtingen sind für uns richtungsweisend", glaubt SGEH-Coach Erhard Reinhofer. Bei der 1:2-Niederlage in Grötzingen bemängelte er die schlechte Chancenverwertung. Mit Neuzugang Antonio Portale, der sich mit seinen bisherigen sieben Treffern gut eingebracht habe, sei er sehr zufrieden, aber "seither treffen die anderen nicht mehr." Von Spiel zu Spiel werde zwar der Druck größer, aber man habe noch fünf Heimspiele vor sich. Die Elf trainiere gut und mit keinerlei Aufstellungssorgen hofft man, beim FV Neuhausen nicht leer auszugehen.