Lokalsport

TSV ohne Glück und langen Atem

Am Ende war der SSV Hohenacker zu stark: Trotz optimistischer Töne im Vorfeld und einer ordentlicher Leistung über weite Strecken hat Handball-Landesligist TSV Weilheim sein Auswärtsspiel mit 18:27 (10:12) verloren.

HOHENACKER Bis kurz vor Ende der Partie lieferten die Weilheimer eine ansprechende Leistung ab, mussten dann aber, geschwächt durch eine Verletzung und eine Hinausstellung, die Hohenacker Mannschaft entscheidend davonziehen lassen. Die Voraussetzungen für das schwere Auswärtsspiel hätten für den TSVW freilich kaum schlechter sein können. Trainer Markus Beichter fehlte wegen einer schweren Erkältung und musste von den Co-Trainern Bernd Bierbaum und Volker Allgaier ersetzt werden, zudem war der Einsatz von Björn Bachofer wegen einer Rückenverletzung bis kurz vor Spielbeginn fraglich.

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Die Weilheimer begannen hoch motiviert so wie beim sensationellen Sieg am letzten Wochenende gegen das Team Esslingen. Die erste Halbzeit, die sehr viel Kampf bot, verlief weitgehend ausgeglichen. Bis zum 7:5 für den SSV Hohenacker in der 15. Minute konnte sich keine der Mannschaften deutlich absetzen. Zu diesem Zeitpunkt verletzte sich der Weilheimer Timo Klein schwer am Knie, sodass er vom Feld musste und für die restliche Spielzeit nicht mehr einsatzfähig war. Durch zwei schön vorgetragene Tempogegenstöße, glichen die Gäste zum 7:7 (17.) aus. Dann ging erneut der SSV Hohenacker in Führung. Bei Halbzeit führte er 12:10.

Im zweiten Durchgang hielt die Spannung lange an. Die Weilheimern verhinderten, dass die Heimherren ihre Führung weiter ausbauten, andererseits gelang es ihnen nicht, den Rückstand wettzumachen. In dieser Phase entwickelte sich Patrick Seyferle mit einigen guten Aktionen zum Aktivposten im Weilheimer Angriffsspiel. Die Hohenacker Zwei-Tore-Führung hielt bis zur 50. Minute (18:16). Nun starteten die Heimherren eine Schlussoffensive und bauten ihren Vorsprung auf 21:17 (52.) aus. Danach erhielt Patrick Seyferle seine dritte Zeitstrafe, welche gleichbedeutend mit seiner Hinausstellung war. In den Schlussminuten schwanden den Weilheimern die Kräfte. Bedingt durch die Ausfälle mussten sie Hohenacker nun davonziehen lassen. In den Schlussminuten trafen sie in schöner Regelmäßigkeit.

Am Ende war das Weilheimer Cotrainer-Duo mit den gezeigten Leistungen der Mannschaft zufrieden, wohl wissend, dass der Neun-Tore-Sieg den Hohenackern etwas schmeichelte. Fazit: Auf diese Leistung können die Weilheimer aufbauen. Die Leistung gilt es nun zu konservieren. Im nächsten Heimspiel am 9. Februar geht es gegen Ligaprimus HSG Ostfildern. An TSVW-Motivation wird's auch da nicht fehlen.

pa

SSV Hohenacker: Schmalzried Gendig (2), Ebert (1/1), Federhofer (1), Fischer (10/5), Schmitt (4), Fritz (2), Rudolf, Mayer (6), Fröschle (1), HolzapfelTSV Weilheim: Rehkugler Zettl, Auweter, Sigel (2), Bächle, Schill (5), Klein, Bachofer (5), Mauch, Seyferle (3), Gomringer (3).