Lokalsport

TSV Weilheim gibt gegen Feldkirch knappe Halbzeitführung aus den Händen

TSV Weilheim gibt gegen Feldkirch knappe Halbzeitführung aus den Händen

Weilheim. Obwohl sich im neuen Jahr bis auf Marcel Planitz alle Spieler heil aus der Winterpause zurückgemeldet hatten, bleibt das Pech der Mannschaft von Volker Allgaier treu. Zwar konnte Marco Schill trotz starker Erkältung auflaufen, doch mit Fabian Zettl und Martin Schorr vielen gleich beide Rechtsaußen für die Partie gegen Feldkirch kurzfristig aus. Improvisieren war angesagt und so schlüpfte Florian Mauch und zeitweise auch Patrik Auweter in die Rolle auf der rechten Außenbahn. Mit Heiko Binder konnte außerdem ein erfahrener Abwehrstratege reaktiviert werden, um den kränkelnden Mittelblock zu stabilisieren. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte.

Ähnlich wie im Hinspiel prägten die Abwehrreihen das Spiel. Björn Bachofer startete motiviert in die Partie, schließlich hieß die Begegnung Feldkirch gegen Weilheim auch Bachofer gegen Hintringer. Die Zuschauer waren gespannt auf das Duell der vielleicht besten Einzelspieler der Liga. Aber auch hier kamen die Zuschauer nicht voll auf ihre Kosten. Beide erwischten nicht ihren besten Tag, auch wenn Bachofer zunächst drei der ersten vier Weilheimer Treffer erzielte. Ein sensationell haltender Michael Rehkugler trug wesentlich zur 5:2-Führung seiner Mannschaft bei. Rehkugler vereitelte zwei Strafwurftreffer. Emanuel Ditzer, der beim zweiten Siebenmeter den Kopf des Weilheimer Torhüters traf, sah dafür die rote Karte. Bis dahin hatte der Feldkircher für viel Betrieb im Angriffsspiel der Österreicher gesorgt. Weilheim bekam wieder Oberwasser und rettete einen knappen 8:7-Vorsprung in die Kabine.

Weilheims Trainergespann war zufrieden mit der ersten Hälfte. Die ansonsten gefährlichsten Spieler der Gäste, Hintringer und Grissmann, waren bis dahin kaum zum Zug gekommen. Einzig im Angriff der Weilheimer war die Chancenauswertung zu bemängeln. So gut es in den ersten 30 Minuten lief, so schlecht begann die zweite Hälfte. Anstatt dort weiter-zumachen, wo man aufgehört hatte, präsentierte sich der TSV in der Abwehr inkonsequent und im Angriff ideenlos. Binnen sieben Minuten machte Feldkirch aus einem 7:8-Rückstand eine 12:8-Führung. Auch Michael Rehkugler war zunehmend machtlos. Immer wieder tauchten die gegnerischen Schützen frei vor ihm auf. Erst Bachofer mit seinen beiden letzten Toren stellte gemeinsam mit Klaus Haase den Anschluss zum 12:13 in der 44. Minute her. Als die Österreicher aufgrund zahlreich ausgelassener Tormöglichkeiten auf Weilheimer Seite wieder davonzuziehen drohten, sah ausgerechnet Heiko Binder nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Es drohte die Vorentscheidung in der 49. Minute zu werden. Doch auch Feldkirch kassierte Zeitstrafen. Schill und Auweter trafen von der Außenlinie und Haase besorgte den 18:18-Ausgleich in der 56. Minute.

Beide Mannschaften agierten nun immer hektischer, die Entscheidung lag in der Luft. Feldkirch erhöhte auf 18:20, und als Bachofer eine Minute vor Schluss überhastet abschloss, fiel mit dem 18:21 im Gegenzug die Entscheidung. Sebastian Sigel war es vorbehalten, mit dem 19:21 noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben, doch Feldkirch ließ sich den doppelten Punkterfolg nicht mehr nehmen. Für die abstiegsbedrohten Weilheimer ist die gute Leistung, vor allem in der Abwehr, ein schwacher Trost, auch wenn sie Mut macht für die kommenden Partien. Wieder einmal waren es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied machten. Gelingt es dem TSV im Angriff, wieder Spielfluss zu entwickeln und die Chancen konsequent zu nutzen, müsste der Klassenerhalt zu schaffen sein. tk

TSV Weilheim: Rehkugler, Bierbaum; Auweter (2), Sigel (1), Bachofer (5), Haase (5/1), Mauch (1), Seyferle (1), Bächle (1), Klein (1), Schill (1), Binder

BW Feldkirch: Satzinger, A. Hintringer; F. Hintringer (2), C. Hintringer (2), Veit (7), Brunner, Grissmann (2), Franz (6/2), Ullmer, Ditzer (1), Fulterer (1), Obradovic

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