Lokalsport

TSVN und SGEH "heiße" Final-Tipps

Fußball kurios in den Lehenäckern: Jesingens zweite Mannschaft steht heute Nachmittag im Viertelfinale die "Erste" muss zugucken.

KIRCHHEIM Die Luft war schnell raus im mit Hochspannung erwarteten Showdown der "Todesgruppe" A: Nach Notzingens 3:1-Sieg über zurückhaltende Dettinger nutzte dem TSV Jesingen gestern Abend auch ein 4:1 über Nachbar TSV Holzmaden nichts mehr. "Von wegen, wir sind Bezirksliga-Mitfavorit", machte denn auch TSVJ-Trainer Klaus Müller aus seiner Enttäuschung keinen Hehl, "das Aus beim Teckbotenpokal hat gezeigt, dass einige meiner Spieler mit dem neuen Konkurrenzdruck offenbar nicht umgehen können." Während Müller einen "Dämpfer für uns" diagnostizierte, war Andreas Schroeder fein raus: Der TSVJ-Kreisliga-B-Coach hatte sich mit seiner beherzt kämpfenden Truppe bereits am Vortag für die K.o.-Runde qualifiziert. Und einen neuen Jubler gefunden. "Unsere Zweite hat sogar das Zeug, um ins Finale zu kommen", sagte Turnierstatistiker Hans Spielvogel auf dem Turnierwagen.

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Eine Minderheitenmeinung andere Insider tipp(t)en den möglichen Ausgang von Viertel- und Halbfinale nach den bisherigen Eindrücken beim 43. Teckbotenpokal weniger gewagt. "Ich spekuliere auf ein Endspiel Notzingen gegen Dettingen", ließ sich etwa Turniersprecher Uwe Wascheck entlocken, "Notzingen gegen SGEH" favorisierte der Sportliche Leiter Frank Häberlen als denkbare Finalvariante. Auch Schiedsrichterbetreuer Rainer Haden lag mit seiner Prognose im Trend ("SGEH gegen SF Dettingen"), nur einer spielte das (Tipp-)Spielchen auf dem Turnierwagen gestern nicht mit: Stefan Cserny. Die offizielle Turnieraufsicht des Fußballbezirks Neckar/Fils hatte für derlei Hochrechnungen einfach keine Zeit. "Während des ganzen Turniers bin ich so mit den zahlreichen Spielerpass-Formalitäten beschäftigt, dass ich nicht mal mitbekomme, welcher Verein in welcher Vorrundengruppe wo steht", sagte er. Cserny erlebte im übrigen eine "bisher ruhige Turnierwoche ohne jegliche Unstimmigkeiten." Die Regelneuerung, wonach für Turnierspieler seit dem 1. Juli schon ein gemeiner Reisepass oder gar der Kfz-Führerschein als Legitimation fürs Mitwirken gilt, schmeckt Cserny freilich gar nicht: "Im schlimmsten Falle könnten Wettbewerbsverzerrungen entstehen wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass Spieler doch nicht spielberechtigt waren." Cserny zählte nach: Bis gestern Abend haben schon 36 Teckbotenpokal-Akteure ohne den bisher obligatorischen Spielerpass gekickt.

Ob's die Fans interessiert? Eher nicht. Das Rasen-Geschehen birgt genügend Zündstoff in sich. Von acht Viertelfinalisten werden heute früh noch vier gesucht (qualifiziert: neben Notzingen, SFD und Jesingen II auch der TSV Oberlenningen). Morgen gibt's dann das Turnier-Halali mit Halbfinale und Finals, wonach richtig gejubelt wird: Der 43. Teckbotenpokalsieger bekommt neben Wander-, Zusatzpokal und salbungsvollen Worten 1000 Euro überwiesen.