Lokalsport

TSVN: Verfolger-Duell in Göppingen

Das punktgleiche Spitzenduo Großbettlingen und Jesingen will am vorletzten Spieltag der Hinrunde seine Heimspiele gewinnen, während sich im Verfolgerduell Göppingen gegen Notzingen zeigen muss, wer auf Tuchfühlung mit den Führenden bleiben kann. Wegen des Totensonntags finden alle Spiele bereits am morgigen Samstag statt.

WALTER HALLER

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KIRCHHEIM "Wir müssen die Niederlage gegen Notzingen verdauen und wollen am Sonntag nachlegen", gibt Jesingens Coach Klaus Müller die Vorgabe für den Tabellenzweiten vor dem Heimspiel gegen Wolfschlugen. Mit der Leistung im Eichert war er nicht zufrieden: "Wir haben nicht gut gespielt, haben im zweiten Durchgang nur verwaltet und Notzingens Sieg war trotz des umstrittenen Elfers verdient", so sein Fazit. Gegen die "Wölfe" erwartet Müller ein schweres Spiel, in dem es vor allem gelte, Torjäger Michael Dast in den Griff zu bekommen. Beim 5:2-Sieg gegen Neckartailfingen war der Ex-Frickenhausener vierfacher Torschütze. Doch so präsentiert sich der derzeitige Tabellensechste nicht immer. Im vorletzten Spiel siegte man 3:2 in Zell, davor gab es zu Hause gegen Boll mit 0:6 eine mächtige Klatsche. Jesingens Trainer hält eine Steigerung seines Teams unbedingt vonnöten, wenn wieder auf die Erfolgsspur zurückgefunden werden soll. Da Heiko Blocher beruflich verhindert ist und auch der rotgesperrte Maier ersetzt werden muss, ist Müller zu Umstellungen gezwungen.

Währenddessen schwebt der TSV Notzingen weiter auf Wolke sieben. Abgesehen von der Pokalniederlage gegen Jesingen hat die Haußmann-Elf die Serie von sechs Siegen und einem Remis beim Tabellennachbarn SV Göppingen zu verteidigen. Im Gegensatz zu Jesingens Coach Klaus Müller blickt Stefan Haußmann zufrieden auf das Derby zurück. "Bei vier fehlenden Stammspielern muss ich meinem Team ein Kompliment machen für den Kampfgeist und die Laufstärke", lobt er. Die Göppinger schätzt er als eines der spielstärksten Teams der Liga ein, doch soll zumindest ein Punkt entführt werden. Während Freddy Giehl wegen seiner Rotsperre (in Neckartailfingen) weiter fehlt, kann Haußmann morgen auch Patrick Brucker und Birant Sentürk wieder einsetzen.

Zum Duell Vorletzter gegen Letzter kommt es morgen auf dem Zeller Berg, wo nach dem Rückzug von Axel Maier nun Alexander Häring zumindest vorerst versuchen soll, dem Team um den Ex-VfL-Crack Roland Schumacher wieder Selbstvertrauen einzuimpfen. Zweifellos reist die SGEH mit einer guten Portion davon an, nachdem mit dem neuen Coach Erhard Reinhofer zuletzt drei Mal remisiert wurde. Dem soll nun der zweite Saisonsieg folgen, womit man die Rote Laterne dem Gastgeber überlassen könnte. "Die letzten drei Spiele hätten wir alle gewinnen können", blickt SGEH-Boss Zintgraf zurück, "die Moral stimmt und wir hoffen, dass das Hoch weiter anhält", ist er Optimist. Während der Einsatz des verletzten Pedro Pereira noch fraglich ist, kann Erkan Kömür nach seiner zweiwöchigen Rotsperre wieder mitwirken.

Im Heimspiel gegen den Aufsteiger SV Esslingen wird sich Großbettlingen kam eine Blöße geben und auch der zu den Spitzenteams zu rechnende TSV Boll wird wohl seinen Heimvorteil gegen Neuhausen zu nützen wissen. Der FV Nürtingen und noch mehr Grafenberg sind auf Punktzuwachs dringend angewiesen. Der FV 09 hat sich beim Derby in Grötzingen zu beweisen, während die Schützlinge des Ex-SGEH-Coachs Marc Kaisner gegen ihren Aufstiegskollegen TKSV Geislingen sich eigentlich keine Niederlage leisten können. Nach drei Pleiten in Folge ist der TSV Neckartailfingen ins Mittelfeld zurückgefallen. Im Duell gegen die punktgleichen Wernauer soll nun dieser Sturz aufgefangen werden.