Lokalsport

TSVN-Schützenhilfe für Jesinger?

Schwerer Auswärtsjob für Fußball-Bezirksligist TSV Notzingen: Die abstiegsbedrohten Eichert-Kicker gastieren beim Tabellenzweiten TSV Deizisau. Notzinger Daumendrücker wird auf jeden Fall der TSV Jesingen, der im Kampf um die Relegation auf einen Deizisauer Patzer hofft – einen eigenen Sieg gegen den TSV RSK Esslingen vorausgesetzt.

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Klaus Schorr

Kirchheim. Im Lager des TSV Jesingen setzt man auf die alte Heimstärke: in den Lehenäckern konnten bislang nur die SGEH und der TSV Deizisau gewinnen. Allerdings datiert der letzte Heimsieg auf den 18. November des vergangenen Jahres – höchste Zeit also für Trainer Marc Kaisner, bei seiner Abschiedstour mit seinen Jungs endlich wieder einen Dreier zu landen. Die Gelegenheit ist günstig, denn Aufsteiger RSK Esslingen hat nach seinem Blitzstart nicht wieder in die Erfolgsspur gefunden. Nach dem schweren Auswärtsspiel beim VfB Neuffen geht es übermorgen erneut gegen einen Abstiegskandidaten. TSVJ-Abteilungsleiter Steffen Mauz: „Wir müssen jetzt die Heimspiele alle gewinnen und die Lehenäcker wieder zur Festung machen.“ Am Sonntag fehlen voraussichtlich nur die beiden Langzeitverletzten Christian Schleser und Ilker Karlitepe.

Beim sonntäglichen Gegner sieht es mit dem Personal wesentlich bescheidener aus, die Esslinger Spielgemeinschaft ist ziemlich von Verletzungspech geplagt. Heiko Reutter riss sich das Kreuzband bereits zum dritten Mal, Torjäger Tobias Mayerberger befindet sich im Urlaub, Dominik Brück und Philipp Wager sind ebenfalls verhindert. RSK-Coach Michael Lattacher meint dennoch vor dem Gang in die Lehenäcker: „Wir sind nicht chancenlos und wollen zumindest einen Punkt holen.“

Ein Zähler würde dem TSV Notzingen in seiner derzeit misslichen Lage auch gut zu Gesicht stehen, doch beim TSV Deizisau sind die Witt-Schützlinge nur Außenseiter. Immerhin steht der dünne Kader wenigstens komplett zur Verfügung. „Wenn das Glück endlich mal wieder zu uns zurückkehrt, holen wir dort was“, so Witt zuversichtlich. Der TSVN-Vorsitzende Wolfgang Schäfer fügt vor dem schweren Gang an die Hintere Halde hinzu: „Wir müssen uns steigern, wenn wir was holen wollen. Allerdings wäre eine Erfolg wichtig, denn in den nächsten Wochen kommen die großen Kaliber.“

Deizisaus Erfolgscoach Dejan Maj­hen, der nur noch bis zum Saison­ende im Körschtal tätig sein wird, verlangt ebenfalls noch eine Steigerung zum letzten Spiel in Ebersbach, welches glücklich mit 3:2 gewonnen wurde. „Es wird noch ein harter Kampf um die Relegation. Die Notzinger werden sich einigeln und um jeden Zentimeter Boden kämpfen“, so Majhen im Vorfeld.

Ob das desolate Schlusslicht FC Nürtingen 73 überhaupt noch Personal hat, um den Gang ins Eybacher Tal zum SC Geislingen anzutreten, bleibt abzuwarten. Die SGEH schielt nach ihrer Superserie auch wieder nach oben und will dies mit einem Sieg gegen den TSV Raidwangen bestätigen. Abstiegsk(r)ampf ist bei den beiden restlichen Partien angesagt, wo der TSV Neckartailfingen auf Lieblingsgegner Wernau trifft und der Drittletzte Neuffen den Vorletzten SV 1845 Esslingen empfängt.