Lokalsport

TTC: Das wichtigste Saisonspiel

Tischtennis: Kellerduell in Plüderhausen – Rätselraten um die Absteigerzahl

Am viertletzten Bundesliga-Spieltag geht es um viel: Nur ein Sieg im Kellerduell bei Schlusslicht SV Plüderhausen garantiert, dass der TTC Frickenhausen seine Chancen auf den (sportlichen) Klassenerhalt verbessert. Die Ausgangslage im Keller ist allerdings verzwickt. Kein Insider weiß derzeit genau, wie viele Absteiger es zum Saisonende geben wird.

Hilft nur noch beten? Frickenhausens Tischtennis-Boss Rolf Wohlhaupter-Hermann ist vor dem Kellerduell in Plüderhausen skeptisch
Hilft nur noch beten? Frickenhausens Tischtennis-Boss Rolf Wohlhaupter-Hermann ist vor dem Kellerduell in Plüderhausen skeptisch.Foto: Jo Baur

Frickenhausen. Bei Anpfiff der Begegnung am Sonntag ist die Tälesmannschaft exakt 132 Tage ohne Sieg: Das letzte Erfolgserlebnis datiert vom 30. Oktober, als es eben gegen Plüderhausen einen 3:2-Heimsieg gab. Wie wichtig für beide Teams ein Sieg wäre, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Der TTC matec Frickenhausen ist mit 8:20 Punkten Neunter vor dem punktgleichen Gegner – doch der ultimativ rettende achte Platz ist zwei Punkte weg. Den belegt der TTC Herne (10:18), der morgen den direkten Vorderbänkler TTC Grenzau (12:16) zu Gast hat.

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Vier Spieltage vor Schluss kann derzeit niemand richtig einschätzen, wie viele Mannschaften zum Saisonende in den sauren Apfel des Abstiegs beißen werden müssen – ob eine, zwei oder gar keine. Aufgrund der Durchführungsbestimmungen müss­te es zwar zwei Absteiger geben, weil aus den zweiten Bundesligen ebenso viele Aufsteiger kommen. Doch diese Rechnung ist nur theoretischer Natur. Derzeit halten sich hartnäckig Gerüchte, dass aus den zweiten Bundesligen keine oder bestenfalls nur eine Mannschaft ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen wird – was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Absteigerzahl im Oberhaus entsprechend kleiner wird.

In Plüderhausen kann die Mannschaft von Trainer Jian Xin Qiu wieder in Bestbesetzung auflaufen. Das heißt, dass Kenji Matsudaira, Jakub Kosowski und Torben Wosik spielen werden. Doch sie stehen mit dem Rücken zur Wand, denn bei einer Niederlage halten plötzlich die TTC-Cracks die Rote Laterne in der Hand.

Mitentscheidend für den Ausgang des Kellerduells dürfte Plüderhausens Mannschaftsaufstellung sein, doch noch enthält diese ein Fragezeichen. Chu Yan Leung, die Nummer eins, hat seit dem 20. November kein Spiel mehr bestritten. An Position zwei wird der serbische Nationalspieler Aleksandar Karakasevic antreten – jener Karakasevic, der im Hinspiel Kenji Matsudaira schlug. An Position drei verfügen die Gastgeber mit Thomas Keinath über einen weiteren erfahrenen Spieler. Komplettiert wird das Team durch den hoffnungsvollen Nachwuchsspieler Philipp Floritz, der in dieser Runde bereits zwei Mal gegen die Tischtennis-Legende Jan-Ove Waldner 3:1 gewann.

„Der jüngste 3:1-Sieg gegen Hanau hat Plüderhausen mit Sicherheit Auftrieb gegeben“, sagt Frickenhausens Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann vor dem Spiel, das morgen um 16.30 Uhr beginnt, „wir dagegen mussten in den letzten Begegnungen immer wieder unglückliche Niederlagen hinnehmen.“ RWH trägt Skepsis zur Schau. Hoffnung setzt er diesmal auch verstärkt in die Unterstützung der TTC-Fans. Zum vielleicht wichtigsten Spiel in dieser Saison haben sie gerade mal 40 Kilometer Anfahrt.ds/top