Lokalsport

TTC im Endspurt gegen die Lokalrivalen

Spannend dürften für den TTC Frickenhausen die nächsten beiden Wochenenden verlaufen. Zum Ende der Vorrunde stehen in der Tischtennis-Bundesliga gleich zwei Derbys auf dem Programm. In den Partien am Sonntag gegen Ochsenhausen und eine Woche später in Plüderhausen geht es um alles oder nichts.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Alle drei Mannschaften hoffen nach wie vor darauf, an den Play-off-Spielen teil zu nehmen. Vier Wochen liegt das ernüchternde Auswärtsspiel gegen Düsseldorf zurück. Mit der ersten Niederlage in der Rückrunde, die mit 0:6 überraschend hoch ausfiel, reiste das Team von Trainer Qiu zurück in die Heimat. Präsident Wohlhaupter-Hermann hofft nun auf das Gesetz der Serie: "In dieser Saison war es immer so, dass auf ein schlechtes Spiel ein sehr gutes folgte." Auch Manager Reuhl geht davon aus, dass sich ein ähnlicher Fehltritt in dieser Saison nicht wiederholen wird. Die Partie wurde analysiert, die Schwachpunkte aufgedeckt. Gegen die nächsten beiden Gegner heißt es Ärmel hoch krempeln und vor allem Punkte holen.

Einfach wird das nicht, denn auch die Tischtennisfreunde aus Ochsenhausen, die am Sonntag (16.30 Uhr) in der Sporthalle auf dem Berg gastieren, haben große Pläne. Nach dem Gewinn der deutschen Pokalmeisterschaft im Dezember, bei der es für den TTC im direkten Duell eine 0:3- Niederlage setzte, greift der amtierende deutsche Meister auch in diesem Jahr nach dem Titel. Ochsenhausens Präsident Ihle sieht der Begegnung gelassen entgegen: "Wir stehen mit dem Gewinn dreier Titel binnen zwölf Monaten weniger unter Erfolgsdruck als der TTC", sieht Ihle einen psychologischen Vorteil. Die Leistung seiner Mannschaft rechtfertigt eine selbstbewusste Einschätzung. Von der eben zu Ende gegangenen Europameisterschaft in Dänemark kamen drei TTF-Akteure erfolgreich zurück. Crisan und Cioti holten mit der rumänischen Nationalmannschaft die Bronzemedaille und auch für Mazunov gab es mit Platz drei im Doppel Edelmetall.

Frickenhausens Manager Reuhl will aus diesen Erfolgen keine Rückschlüsse ziehen. Auch nicht aus der Tatsache, dass die Oberschwaben am Wochenende eine doppelte Belastung haben, denn am Samstag treten sie vor heimischer Kulisse gegen Niederösterreich in der Champions League an. "Die Spieler sind es durch ihre internationale Erfahrung gewöhnt, mehrere Tage hintereinander Höchstleistungen zu bringen", ist er überzeugt. TTC-Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann vertraut auf die Stärke seiner Mannschaft, allen voran seinem Spitzenmann Ma Wenge. Im Hinspiel, das der TTC mit 6:2 für sich entscheiden konnte, lieferte der Routinier gegen Chuang und Crisan eine fantastische Leistung ab.

Es geht um viel an den nächsten Wochenenden. Bereits am kommenden Sonntag könnte eine Vorentscheidung fallen: Sollte der TTC gewinnen und der SV Plüderhausen beim Tabellenzweiten in Würzburg verlieren, wäre die Play-off-Teilnahme für Wosik & Co. auf Grund des besseren Spielverhältnisses schon unter Dach und Fach.