Lokalsport

TTC unter Druck: Punktverlust ist tabu

Der Motor des TTC Frickenhausen stottert zumindest in der Bundesliga. Nach erst drei Punkten aus drei Spielen soll beim ambitionierten Täles-Club am Sonntag in Jülich der Knoten genauso platzen wie er in den Pokalwettbewerben.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Der bisherige Verlauf der Rückrunde kann aus Sicht des TTC Frickenhausen nicht als optimal bezeichnet werden. Lediglich magere drei Punkte in drei Spielen konnte die Täles-Truppe für sich verbuchen. Diese Bilanz soll am Sonntag in Jülich (Spielbeginn 17 Uhr) verbessert werden, um den Anspruch auf einen Play-Off-Platz zu untermauern. Gegen den Drittletzten der Liga gilt: Ein doppelter Zähler muss her.

Während die Mannschaft in den Pokalwettbewerben überzeugend auftrat und sich auch im ETTU-Cup ins Finale spielen konnte (Gegner dort: TTF Ochsenhausen), läuft es in der Bundesliga in diesem Jahr noch nicht so richtig rund für den TTC. Gegen Ochsenhausen verlor das Team knapp mit 3:6, und gegen Aufsteiger Fulda war auch nicht mehr als ein Unentschieden drin. Das soll sich am Sonntag in Jülich ändern. "Wir dürfen keine unnötigen Punkte mehr verschenken", sagt Manager Christoph Reuhl, der weiß, dass das Rennen um die Play-Off-Plätze noch lange nicht gelaufen ist. "Aber Jülich ist ein unberechenbarer Gegner, der gegen manche Spitzenmannschaft nur knapp verloren hat", räumt der 37-Jährige ein.

Punkte zu verschenken hat auch Jülich nicht schließlich geht es für den Traditionsclub aus Nordrhein-Westfalen um den Klassenerhalt. Eine Situation, die noch vor einem Jahr undenkbar war, die jedoch durch den langen krankheitsbedingten Ausfall von Spitzenspieler Tomasz Krzeszewski bedingt ist. Inzwischen wurde der polnische Nationalspieler am hinteren Paarkreuz eingesetzt, doch zu alter Schlagkraft hat Jülich dadurch nicht gefunden. Insider berichten, dass sein Einsatz gegen den TTC fraglich sein soll. Anscheinend erlitt er einen Rückfall und fällt für den Rest der Saison aus. "Dadurch wären Jülichs Doppel und das hintere Paarkreuz erheblich geschwächt", schätzt TTC-Präsident Wohlhaupter-Hermann die Sachlage ein. "Demnach wäre es eigentlich eine Pflichtübung, dass wir gewinnen."

Ganz sicher ist sich der Präsident, der in der letzten Woche für sein 1000. Mannschaftsspiel im Trikot des TTC geehrt wurde, nicht. "Hielscher hat gegen Ma eigentlich immer schon sehr stark gespielt und wie gesagt: Wenn Krzeszewski aufläuft, könnte es eng werden." Manager Reuhl hofft darauf, dass die Qualifizierung zum ETTU-Pokal-Finale und das Abschneiden von Jens Lundquist bei den Liebherr Open in Qatar dort hat der Schwede Timo Boll mit 4:0 aus dem Rennen geworfen bei seiner Mannschaft neue Energien freisetzt. "Wir müssen wieder mehr Selbstvertrauen tanken, um unsere Position als deutsche Spitzenmannschaft weiter unter Beweis stellen zu können", sagt er.