Lokalsport

TTC vor Feiertag: Schon ein 2:6 reicht

Eine Super-Saison neigt sich dem Ende zu: Schon vor dem entscheidenden Final-Rückspiel gegen die TTF Ochsenhausen steht der TTC Frickenhausen dicht vor dem Gewinn der deutschen Meisterschaft. Am Sonntag in der Sporthalle auf dem Berg (Spielbeginn um 16.30 Uhr) reicht der Mannschaft sogar eine 2:6-Niederlage.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Wie sich die Zeiten ändern. Vor der Halbfinal-Begegnung gegen Borussia Düsseldorf verabschiedete TTC-Präsident Wohlhaupter-Hermann die Akteure Torben Wosik und Jens Lundquist, die den Verein zum Saison-Ende auch deshalb verlassen, weil es nach der vorangegangenen 2:6-Niederlage beim Rekordmeister so aussah, als könne der TTC im Meisterschaftsrennen nichts mehr bewegen. Doch nun ist alles anders: Der TTC hat beste Karten auf den erstmaligen Gewinn der deutschen Meisterschaft.

Noch will man es in Frickenhausen nicht offen aussprechen, aber es müsste, wie Rainer Ihle, Präsident von den TTF Liebherr Ochsenhausen, es ausdrückte, "schon ein Wunder geschehen", wenn Frickenhausen noch scheitern würde. "Wir glauben zwar daran, dass wir den Titel holen. Andererseits hat man auch gesehen, wie es Düsseldorf ergangen ist", sagt Wosik, der großen Anteil am Finaleinzug hatte. Zusammen mit seinem Partner Bojan Tokic gewann er in den Play-offs und im ersten Finalspiel gegen Ochsenhausen alle Doppel, in den Einzeln musste er nur eine knappe Niederlage gegen Düsseldorfs Danny Heister einstecken, für die er sich im Rückspiel mit einem klaren 3:0-Sieg revanchierte.

Dennoch will der 33-Jährige klarstellen, dass die letzten Spiele lediglich ein Spiegelbild des gesamten Saisonverlaufes sind. "Im Moment wird ein bisschen vergessen, dass wir eine perfekte Saison gespielt haben. Wenn wir die Hauptrunde nicht als Erster abgeschlossen hätten, stünden wir nicht im Finale."

Was aber ist das TTC-Erfolgsrezept? Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann sieht's so: "Ein Faktor ist die tolle Arbeit von Trainer Qiu, der die Mannschaft bestens eingestellt hat, ein anderer die gute Zusammenarbeit mit Co-Trainer Christian Dreher, der viel Erfahrung aus seiner Zeit als Spieler mitbringt und an der Box wichtige Tipps geben kann." Der dritte und wichtigste Erfolgsgarant ist die Mannschaft, die sich laut Wohlhaupter-Hermann durch "einen unbeugsamen Siegeswillen" auszeichnet. Nicht zuletzt kommt auch den Fans eine Rolle bei der Erfolgsanalyse zu.

"Was die Zuschauer gegen Düsseldorf und in Ochsenhausen geleistet haben, war sagenhaft", schwärmt Torben Wosik.

Natürlich bauen sie auch am Pfingstsonntag auf die Gefolgschaft der Fans. Für die lohnt sich ein Besuch auch in zweiter Hinsicht: Im Anschluss an das Spiel bedankt sich der TTC ob Meister oder nicht bei den Anhängern und lädt alle in die Festhalle ein, um die erfolgreichste Saison der Geschichte zu feiern.