Lokalsport

TTC-Fokus nur noch auf den Play-offs

Für den TTC Frickenhausen bleibt nach den schwachen Leistungen der letzten Wochen nur noch ein Saisonziel übrig: Das Erreichen der Bundesliga-Play-offs. Der erste Schritt auf dem Weg dorthin wäre mindestens ein Punkt gegen den aktuellen Tabellenführer Müller Würzburger Hofbräu, der heute ab 19.30 Uhr in der Sporthalle auf dem Berg gastiert.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Dem sang- und klanglosen Ausscheiden im DTTB-Pokal Mitte Dezember folgte am Freitag das vorzeitige Aus im ETTU-Cup man braucht kein Prophet zu sein, um dem TTC Frickenhausen eine Formkrise nachzusagen. Die Enttäuschung nach der 0:3-Niederlage gegen G.U. Hennebont am Freitagabend war groß, noch größer war jedoch die Ratlosigkeit. "Am Training kann es nicht liegen", versuchte Manager Reuhl Ursachenforschung zu betreiben. Sein Fazit lautete: "Dieses Abschneiden kann nur psychologische Gründe haben. Darüber müssen wir reden."

Für das Würzburg-Spiel hofft der 36-Jährige, dass bei seinen Akteuren endlich eine Trotzreaktion einsetzt und dass sie den Siegeswillen, der ihnen in den letzten Partien nicht anzumerken war, zurückgewinnen. Das wäre auch nötig: Zwar schwinden im Falle einer Niederlage nicht alle Chancen auf das Erreichen der Play-off-Plätze, doch hätte der TTC in diesem Fall bereits zwei Punkte Abstand auf den begehrten vierten Rang der Tabelle. Erschwerend kommt hinzu, dass der Täles-Club die starke Konkurrenz fürchten muss: Nach wie vor sind sechs Teams im Kampf um die Play-off-Plätze im Rennen.

Wesentlich gelassener geht Würzburgs Manager und Sponsor, Frank Müller in die Begegnung: "Wir haben die beste Ausgangsposition aller Mannschaften." Müller weiß, dass sein Team selbst bei zwei Niederlagen in Sachen Play-off noch aussichtsreich dastünde. Trotz des offenkundigen Selbstbewusstseins sind auch die Franken nicht unschlagbar: Auch sie schieden in der ersten Runde des DTTB-Pokals und ebenso am Freitag im ETTU-Pokal aus. Allerdings fand das Spiel gegen den spanischen Club Cajasur Priego eher unter Wintersportbedingungen statt in der Halle der Andalusier betrug die Temperatur lediglich 8 Grad, vorgeschrieben sind 16 Grad.

Trotz Protesten der Franken wurde das Spiel ausgetragen, der Einspruch gegen die Spielwertung läuft. Der Ausflug nach Andalusien blieb für den Tabellenführer nicht ohne Folgen: Ausgerechnet Spitzenspieler Petr Korbl zog sich eine Zerrung an der Schulter zu, welche die Würzburger Verantwortlichen der Unterkühlung in der Halle zuschreiben. Korbl reist gehandicapt nach Frickenhausen, weswegen Manager Müller im Falle einer Niederlage gegen den TTC eine Schadensersatzklage gegen Priego und die ETTU erwägt. Es steckt also nicht nur aus sportlichen Gründen viel Brisanz in der Partie.