Lokalsport

TTV gibt „Rote Laterne“ ab

Trotz zweier Niederlagen sind Dettingens Volleyballerinnen nicht mehr Letzte

Die Landesliga-Volleyballerinnen des TTV Dettingen warten weiter auf den ersten Saisonsieg. Am Heimspieltag setzte es zwei 2:3-Niederlagen gegen die SG SV Rohrau/VfL Sindelfingen und die TSG Reutlingen. Dennoch konnte der TTV wichtige Satzgewinne verbuchen und so die „Rote Laterne“ abgeben.

Dettingen. Im ersten Satz gegen die SG Sindelfingen fanden die Gastgeberinnen schnell ins Spiel, konnten durch gezielte Angriffe über die Außenpositionen punkten. Gegen Satzende lagen die TTV-Damen mit 22:20 in Führung, kamen jedoch durch eine Aufschlagserie des Gegners ins Straucheln und verloren unglücklich mit 23:25. Im zweiten Satz schienen die Dettingerinnen völlig von der Rolle. Durch Abspracheschwierigkeiten in der Abwehr und mangelndes Durchsetzungsvermögen im Angriff, kassierte das Team Punkt um Punkt. Der Satz ging verdient an die Gäste aus Sindelfingen.

Im dritten Satz schienen die Damen um Mannschaftsführerin Manuela Stief gelöster. Innerhalb weniger Minuten erspielten sie sich eine 13:5-Führung und setzten die Damen aus Sindelfingen immer mehr unter Druck. Mit einer Aufschlagserie von Bianca Regber konnten die Dettingerinnen ihre Führung weiter ausbauen und ihren ersten Satzgewinn der Saison nach Hause bringen. Der vierte Satz hätte spannender kaum sein können. Die Gäste aus Sindelfingen erspielten sich durch druckvolle Aufschläge eine 6:3-Führung, die sie sogar noch ausbauen konnten. In dieser Phase kam es wieder zu Abspracheproblemen und Stellungsfehlern in der Abwehr, die jedoch schnell behoben wurden. Bei einem Rückstand von 10:15 starteten die Dettingerinnen ihre Aufholjagd, glichen beim 22:22 aus. Durch schlagkräftige Angriffe und gute Blockarbeit von Sandra Tratt und Silvia Schmid bezwangen die TTV-Damen die Gäste mit 25:23. Der fünfte Satz musste die Entscheidung bringen. Zu Beginn konnten die Gastgeberinnen noch gut mithalten, allerdings gerieten sie durch eine Aufschlagserie des Gegners in Rückstand, den sie nicht mehr egalisieren konnten. Mit 8:15 ging der Satz und somit auch das Spiel verloren.

Die zweite Partie gegen Tabellenführer TSG Reutlingen versprach zunächst nicht viel. Wie im ersten Spiel auch, verloren die Gastgeberinnen die ersten zwei Sätze, obwohl man über weite Strecken mithalten konnte. Vor allem Vanessa Reich gelang es immer wieder, über die Mittelangreifposition Punkte zu machen. Doch im dritten Satz fühlten sich die Gäste zu sicher, bauten die Gastgeberinnen immer mehr auf. Die Damen um Trainer Wolfgang Babinger spielten frei auf, erzielten Punkt für Punkt auf sämtlichen Positionen. Durch mehrere kleine Aufschlagserien gelang eine deutliche Führung, die den Satzgewinn von 25:22 brachte.

Auf dieser Welle schwammen die Dettingerinnen weiter in den vierten Satz. Durch eine Aufschlagserie gingen sie mit 8:0 in Führung. Mit einer nahezu perfekten Annahme und Abwehr erkämpften sich die Dettingerinnen alle möglichen Angriffschancen, sicherten sich so den vierten Satz. Mit 25:17 erzwang man den zweiten Tiebreak. Der fünfte Satz war an Spannung nicht zu überbieten. Die gute Abwehr ermöglichte es Zuspielerin Sabine Babinger, ihre Angreiferinnen Kerstin Schröder und Vanessa Reich erfolgreich einzusetzen, was mit einer 6:4-Führung belohnt wurde. Nach vier schier endlosen langen Spielzügen lagen die Dettingerinnen beim Seitenwechsel in Führung. Gezielte Angriffe machten es ihnen zunehmend schwer, ihre Angriffsspieler einzusetzen. Dadurch gelang Reutlingen der Ausgleich. Zwei Abwehrfehler und ein Aufschlagass brachten die Gäste in Führung und die Dettingerinnen zunehmend ins Schwitzen. Dennoch konnte der Rückstand beim 13:13 egalisiert werden. Dettingen gelang es, den ersten Matchball herauszuspielen, jedoch versagten beim Aufschlag die Nerven. Beim 14:14 gelang es dem Gegner zu punkten und sich einen Matchball zu sichern. Obwohl die TTV Damen stark angriffen, schafften es die Reutlingen, die Dettingerinnen mit 16:14 zu besiegen.

Trotz der beiden Niederlagen zeigten sich die Dettingerinnen zuversichtlich. „Die Mannschaft ist erstmals als eine solche aufgetreten und hat es geschafft, alles aus den zahlreichen Trainingseinheiten umzusetzen“, bilanzierte Trainer Wolfgang Babinger. Trotz 0:8 Punkten ist der TTV nicht mehr Tabellenletzter, da Ulm nach zwei 0:3-Pleiten das schlechtere Satzverhältnis hat. kes

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