Lokalsport

TTV steigt nachträglich auf

Dettinger Volleyballerinnen spielen 2014/15 in der Regionalliga

Im Schatten der Teck wird ab Herbst viertklassig geschmettert: Die Volleyballerinnen des TTV Dettingen sind dank des kurzfristigen Rückzugs des TV Rottenburg nachträglich in die Regionalliga aufgestiegen. Überraschung und Freude im TTV-Lager sind entsprechend groß, auch wenn beim Oberligazweiten der Vorsaison noch ein paar Fragezeichen bleiben.

Aufstieg dank Konkurrentenrückzug: Dettingens Volleyballerinnen dürfen künftig in der Regionalliga jubeln. Foto: Deniz Calagan
Aufstieg dank Konkurrentenrückzug: Dettingens Volleyballerinnen dürfen künftig in der Regionalliga jubeln. Foto: Deniz Calagan

Dettingen. Des einen Leid, des anderen Freud: Wegen akuten Spielerinnenmangels hat der TV Rottenburg sein Frauenteam aus der Regionalliga abgemeldet und so den Weg für einen Nachrücker freigemacht. Dass der TTV Dettingen heißt und sich als Vizemeister der Oberliga Württemberg nicht in Aufstiegsspielen für die vierthöchste Spielklasse in Deutschland qualifizieren musste, liegt auch am TV Weingarten – da der zweitplatzierte der Oberliga Baden nicht für etwaige Entscheidungsspiele gemeldet hat, werden die Dettingerinnen kurzerhand am grünen Tisch versetzt.

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Das entsprechende Schreiben des Regionalspielwarts hat Abteilungsleiter Wolfgang Babinger der erstaunten Mannschaft bereits Ende Mai vorgelesen. „Da haben alle dann erstmal nur gegrinst“, schildert Teamsprecherin Kerstin Schröder die ersten Reaktionen, denen schnell die Entscheidung pro Regionalliga folgte: Mannschaft und Verein haben zugestimmt, das Wagnis der Viertklassigkeit mit den damit verbundenen höheren Fixkosten einzugehen. Größte Baustelle neben dem finanziellen Mehraufwand von rund 2 000 Euro ist dabei der vakante Trainerposten. Zwar besitzt TTV-Neuzugang Anika Herdtle die für die Regionalliga geforderte B-Lizenz, doch wäre die 26-Jährige als Spielertrainerin quasi nur eine Notlösung. Lieber wäre den TTV-Frauen eine ordnende Hand von der Seitenlinie. „Wir haben einen Kandidaten, der sich bis Ende der Pfingstferien entscheiden will“, sagt Kerstin Schröder, die den Namen aber noch nicht verraten will.

Egal, ob nun Anika Herdtle oder Mister X: Dettingens neue(r) Trainer(in) kann Stand heute auf einen neunköpfigen Kader zurückgreifen, der im besten Fall noch um drei Spielerinnen wachsen wird: Meike Kehle hofft nach erfolgreich abgeschlossenem Referendariat auf eine Lehrerstelle im Umkreis, dazu kommen zwei potenzielle Neuzugänge von extern. „Ein Zwölferkader wäre optimal“, weiß Kerstin Schröder um die Wichtigkeit einer konkurrenzfähigen Mannschaft, zumal bis auf Clarissa Preuß noch keine Dettingerin auf Viertliganiveau gespielt hat.

Das Saisonziel ergibt sich darum auch zwangsläufig von selbst: „Wir müssen schauen, dass wir uns einigermaßen über Wasser halten“, umschreibt Schröder den Klassenerhalt. Den gibt‘s in der zwölf Teams starken Regionalliga normalerweise ab Platz zehn oder besser, sofern aus der dritten Liga kein Zuwachs kommt. Genaueres erfahren die Dettingerinnen am 28. Juni, wenn der Staffeltag ansteht. Bis dahin heißt das Motto: fleißig trainieren und genießen, wie Kerstin Schröder verrät: „Bei uns herrscht die pure Vorfreude.“