Lokalsport

Turnier vor den Schulferien?

Der Ausrichter 2012 möchte den Teckbotenpokal zeitlich verlegen

Sportpolitikum am Rande des 49. Teckbotenpokals: Geht‘s nach dem Willen des nächstjährigen Ausrichters TG Kirchheim, findet das Meeting 2012 noch vor den Schulferien statt. Nicht nur, weil eine Vorverlegung gravierende Auswirkungen auf die Saisonvorbereitung der Mannschaften hätte, wird die Thematik unter den betroffenen Vereinen heiß diskutiert.

Teckbotenpokal Fussball 2011
Teckbotenpokal Fussball 2011

Kirchheim. Das Teckbotenpokal-Turnier 2011 hat die Zielgerade noch nicht erreicht, da wirft der nächstjährige Zeitungscup schon seine Schatten voraus: Zur 50. Auflage will Ausrichter TG Kirchheim beim eigenen 100-jährigen Jubiläum dem Fußball-Fan „etwas Besonderes bieten“, wie TG-Abteilungsleiter Wolfgang Kretschmar sagt. Welche genauen Turnier-Gimmicks es rund ums 300-Mann-Festzelt direkt neben dem Vereinsheim geben wird, ist noch offen – ebenso offen ist der genaue Turnier-Termin. Derzeit liebäugelt der achtköpfige TG-Teckbotenpokal-Ausschuss wegen bekannter Terminkollisionen (WFV-Pokal, Bezirkspokal) und wegen eigener Personalplanungen mit einem Turnierstart bereits vor den Schulferien 2012 – entweder am 14. oder 21. Juli. Ob das Turnier da wirklich stattfinden wird oder doch zum traditionellen Zeitpunkt (ab dem letzten ­Juli-Wochenende) wird in den nächs­ten Wochen geklärt. Schon jetzt regt sich nach dem TG-Vorschlag unter Funktionären und Spielern aber Widerstand. In einer (nicht repräsentativen) Umfrage plädieren die meis­ten für ein Turnier im bekannten Zeitfenster.

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Der Dettinger Abteilungsleiter Wolfgang Mutzbauer lehnt eine zeitliche Vorverlegung aus zweierlei Gründen kategorisch ab. „Wenn man das Turnier in den Juli vorverlegen würde, würde erstens die Gefahr von Spielerverletzungen größer, weil die Erholungspause nach Rundenschluss kürzer ist“, sagt er, „außerdem droht dem Turnierausrichter dann ein Schiedsrichterproblem. Weil in dieser Zeit in Nürtingen der Sennerpokal läuft, könnte der Fußballbezirk kaum genügend Schiris für die zwei Zeitungspokalturniere abstellen.“

Weilheims Landesliga-Trainer Alexander Hübbe könnte sich die Vorverlegung um eine Woche derweil gut vorstellen – gäbe es da nicht das Schiedsrichterproblem. Von einer Turnier-Vorverlegung um 14 Tage hält er allerdings überhaupt nichts, weil das die Saisonvorbereitung empfindlich stören würde. „Bevor man eine Woche lang beim Teckbotenpokal spielt, sollte jede Mannschaft zwei bis drei Wochen vorher trainiert haben. Bei einem Turnier ab dem 18. Juli wäre das aber kaum möglich.“

Auch Detlef Pflüger, Jugendkoordinator beim VfL Kirchheim, wäre „der Erhalt des Status quo am liebs­ten“, weil der alte Termin weniger Nachteile hat als die anderen zwei. Pflüger plädiert zwar dafür, bei jeder künftigen Turnier-Terminierung penibel genau auf mögliche örtliche Konkurrenz-Veranstaltungen wie (in Kirchheim) das Weindorf zu achten, um Zuschauereinbußen zu vermeiden, weiß aber, dass der Fußball-Rahmenkalender meist (zu) eng für solche Ausweichmanöver ist. Herumdoktern am Turnier-Zeitpunkt würde er nicht.

Genauso wenig wie Harald Kuhn. Dem Schiedsrichterobmann des Fußball-Bezirks Neckar/Fils wäre eine Nicht-Verlegung des Teckbotenpokals am liebsten – der alte Termin sei auch aus Schiedsrichtersicht am günstigsten. „Würde der Kirchheimer und Nürtinger Zeitungspokal in derselben Woche ausgetragen, müsste man versuchen, Unpartei­ische aus befreundeten Schiedsrichtergruppen wie Calw oder Reutlingen für die Vielzahl der Turnierspiele zu rekrutieren. Die absolute Garantie fürs Gelingen hat man allerdings nicht. Schließlich haben diese Schiris auch in ihren Bezirken Verpflichtungen.“

Vier Stimmen, die Nein sagen zur angedachten Turnier-Verlegung: In der neuesten Teckbotenpokal-Anpfiffdebatte gibt es einen ersten Meinungstrend.

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Vor oder zu Beginn der Sommerferien: Wann ist der optimale Termin für das Teckbotenpokal-Turnier? Geben Sie noch bis Sonntag online Ihre Stimme auf www.teckbote.de ab. Das Ergebnis lesen Sie in der kommenden Montagsausgabe.