Lokalsport

TVB mit Mogelpackung

Das ging ins Auge: Mit einer 33:50 (22:17)-Niederlage gegen den TV Bittenfeld II sind die Handballer des TSV Weilheim in die Landesliga-Rückrunde gestartet. Gegen einen übermächtigen Gegner, der Zweitliga-Personal aufbot, hatten die Weilheimer zu keinem Zeitpunkt eine Chance.

BITTENFELD Die Überraschung war perfekt, als die Gäste von der Limburg zum Aufwärmen die Bittenfelder Halle betraten und Zweitliga-Prominenz bei Dehnübungen ausmachten. Sollten die Bittenfelder etwa Verstärkung aus der "Ersten" geholt haben? Ein Blick in den Spielberichtsbogen bestätigte alle Befürchtungen. Die Karten waren somit schon vor dem Anpfiff verteilt: Nicht weniger als sechs Spieler aus dem Zweitliga-Kader der ersten Mannschaft hatten die Gastgeber aufgeboten. Damit war klar, worum es für den TSV Weilheim in erster Linie gehen würde: sich ehrenvoll aus der Affäre zu ziehen.

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Dies gelang in der Anfangsphase auch noch recht gut: Bis zum 10:8 in der 15. Minute konnten sich die Bittenfelder nicht entscheidend absetzen. Begünstigt durch Weilheimer Fehler zogen die Hausherren dann aber auf 16:10 (21. Minute) davon. Bis zur Halbzeitpause konnte der TSVW noch auf 22:17 verkürzen. Anfangs der zweiten Hälfte baute Bittenfeld in Überzahl seine Führung auf 26:17 aus. Bis auf fünf Tore zum zwischenzeitlichen 27:22 (40. Minute) arbeiteten sich die Weilheimer noch heran. Ausgerechnet in einer Phase, in der Bittenfeld nach einer Zeitstrafe in Unterzahl agieren musste, erzielten die Gastgeber vier Kontertore und setzten sich damit vorentscheidend ab.

Der Weilheimer Widerstand war nun gebrochen. Die Bittenfelder Zweitliga-Garde spielte nun routiniert ihre Überlegenheit aus und markierte Tor um Tor. Die Weilheimer wehrten sich vergeblich und konnten nicht mehr verhindern, dass der TV Bittenfeld mit dem Schlusspfiff die 50-Tore-Marke knackte.

Weilheim zeigte unter dem Strich eine gute Offensivleistung, gegen das druckvolle Angriffsspiel der Gastgeber war aber kein Kraut gewachsen. Fazit: Nach ansprechender erster Halbzeit musste sich Weilheim einem Gegner beugen, der durch personelle Anleihen weit mehr als Landesliga-Format demonstrierte. Für den TSV Weilheim bleibt die Erkenntnis, dass die für den Klassenerhalt entscheidenden Punkte gegen Mannschaften aus der hinteren Tabellenhälfte geholt werden müssen.

pa

TV Bittenfeld:

Lehle, Heib; Lang (5), Randi (2), Fröschle, Hoppe (6), Baumbach (5), Sischaf, S.Kleefeld (3),Gora (5), Lenz (4/1), P.Kleefeld (12), Coudoro (8).TSV Weilheim:

Rehkugler, Illi; Auweter, Sigel (4), Bächle (1), Zettl (1), Schill (5), Klein (3), Bachofer (5), Mauch (2), Seyferle (2), Rödig, Gomringer ( 10/4).