Lokalsport

TVN-Todesstoß durch Notzingen?

Brisantes Kreisliga-A-Duell in Neidlingen – TG erwartet Aufstiegsanwärter

Spannung pur verspricht der drittletzte Spieltag in der Kreisliga A, Staffel 2. Im ungünstigsten Falle ist der TV Neidlingen morgen bereits abgestiegen, und ausgerechnet der Teckverein TSV Notzingen kann ihm den Todesstoß versetzen.

notzingen ¿ neidlingen
notzingen ¿ neidlingen

Kirchheim. Mit dem Tabellenzweiten TSV Raidwangen hat Relegationsplatz-Inhaber TG Kirchheim einen schweren Gegner vor der Brust. „Wir wollen unsere Spiele alle gewinnen, Druck auf Spitzenreiter Grötzingen ausüben und dann sehen, was geht“, gibt sich Raidwangens Sprecher Klaus Berger kampfeslustig. Seit dem Wochenspieltag am Donnerstag beträgt der Rückstand der „Roigl“ auf Primus Grötzingen lediglich noch vier Punkte. Der Schwere dieser Heimaufgabe ist sich TG-Spielertrainer Goran Popovic bewusst. „Das wird hart, wir bekommen jetzt auch noch Druck von Frickenhausen II“, sagt er, „aber gegen die vorderen Teams haben wir immer besser ausgesehen.“ Er setzt auf seinen nun wieder kompletten Kader und die eigene Heimstärke.

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Die Neidlinger wollen erst ihre Hausaufgabe gegen Notzingen erledigen und dann in Richtung TG schauen. „Solange rechnerisch die Chance besteht, werden wir den Kopf nicht in den Sand stecken. Die Hoffnung stirbt zuletzt“, übt sich Spielleiter Klaus Moll in Durchhalteparolen. Nach der Demission von Roland Schumacher saß Moll am Donnerstag zusammen mit Abteilungsleiter Marlon Lamour auf der Trainerbank und musste zum Einstand eine 0:6-Niederlage in Raidwangen verkraften. „Wir machen einfach zu viele individuelle Fehler“, sagte Moll. Nachbarschaftshilfe können die Neidlinger morgen wohl kaum erwarten. „Wir wollen in Neidlingen vol­lends alles klarmachen, damit wir im Spiel gegen die TG Kirchheim keinen Druck mehr haben“, sagt TSV-Coach Thomas Eppinger. Den Klassenerhalt schaffen, im Final Four des Bezirkspokals gegen Heiningen eine Sensation schaffen – so würden die Notzinger am liebsten eine recht gute Saison krönen.

So etwas wie das Zünglein an der Waage könnte die SGEH für die gefährdeten Teck-Clubs spielen. Und zwar, indem die Mannen von Trainer Pedro Pereira ihre Serie von 14 Punkten aus den letzten sechs Spielen in Grafenberg mit einem Sieg fortsetzen und damit den TSV weiter in den Abstiegssog reißen. „Wir wollen die Hinspielniederlage wettmachen und nichts herschenken“, betont SGEH-Sprecher Benjamin Möll.

Dies würde auch dem TSV Jesingen entgegenkommen, der, seitdem Marc Augustin das Zepter übernommen hat, sieben Punkte aus drei Spielen ergatterte. Darunter war auch der Dreier im direkten Duell gegen Grafenberg unter der Woche (3:2). Bei Schlusslicht und Absteiger 05 Nürtingen könnte der nächste Schritt zum Klassenerhalt folgen. Doch Vorsicht, TSV: Die Mannen vom Waldheim lassen bei ihrer Abschiedstour aus der Liga mit sieben Punkten aus den letzten drei Partien ebenfalls aufhorchen. „Wir dürfen Nürtingen auf keinen Fall unterschätzen“, mahnt Jesingens Uwe Wascheck.

Eine vermeintlich leichte Partie hat der Tabellenerste TSV Grötzingen vor sich: der designierte Absteiger Marsonia Frickenhausen kommt. Der TSV Beuren möchte in Frickenhausen noch den dritten Rang angreifen. Der TSuGV Großbettlingen spielt bei der noch nicht ganz geretteten Bezirksligareserve des FV 09 Nürtingen auf Sieg. In Neuffen lässt Weilheims Trainer Jürgen Fritsch auf Sieg spielen.