Lokalsport

"Überraschung möglich"

Der Tabellendrittletzte SG Schorndorf kommt ein gefundenes Fressen für die Kirchheimer Verbandsliga-Fußballer? Vielleicht doch nicht: Erstens schwächeln die VfL-Kicker in Heimspielen öfters, zweitens muss der Gegner alles riskieren. Die SG hat im Kampf um den Klassenerhalt gewissermaßen die allerletzte Chance.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Mit dem jüngsten 3:2-Erfolg beim TSV Schönaich hat sich der VfL Kirchheim der gröbsten Abstiegssorgen entledigt. In den nächsten drei Spielen wird es sich zeigen, ob die Blauen sich im vorderen Tabellendrittel festsetzen können wovon Trainer Michael Rentschler übrigens fest überzeugt ist: "Wir stehen nicht zu Unrecht auf dem sechsten Tabellenplatz. Mein Ziel sind neun Punkte aus den nächsten drei Spielen." Mit der SG Schorndorf (14. Platz/Heimspiel am Samstag ab 15.30 Uhr), Lokalrivale 1. FC Frickenhausen (16. Platz/Auswärtsspiel) und TSF Ditzingen (13. Platz/Nachholspiel an der Jesinger Allee) haben es die Kirchheimer ausschließlich mit Mannschaften aus der hinteren Tabellenregion zu tun.

Neun Punkte viel Holz. Sollten die VfL-Kicker wirklich das Punkte-Optimum schaffen, wäre das der sichere Klassenerhalt. Selbiger würde den VfL-Verantwortlichen die Vertragsgespräche mit Trainer und Spielern um einiges erleichtern. Obwohl mittlerweile einige Verhandlungsrunden mit Michael Rentschler geführt wurden, hat der Kirchheimer Übungsleiter für die neue Saison noch nicht zugesagt: Der alte Stand ist unverändert der neue.

Die bevorstehenden VfL-Aufgaben in sportlicher Hinsicht scheinen lösbar, doch die junge Mannschaft tat sich gegen vermeintlich schwächeren Teams öfters sehr schwer. Und: Von einem Heimvorteil kann in dieser Runde nicht unbedingt die Rede sein. In 2004/05 holten die Blauen auswärts bislang fast doppelt so viele Punkte (19) wie zu Hause (10). Erst zwei Mal (4:0 gegen TSV Schönaich, 6:0 gegen SV Böblingen) konnte im Kirchheimer Stadion gewonnen werden das siegreiche Auftaktspiel gegen die SF Dorfmerkingen (2:1) war auf Grund eines nicht spielberechtigten Spielers vom WFV-Sportgericht bekanntlich in ein 0:3 umgewandelt worden.

Zu Hause schwächeln die "Blauen" also die Chance für die SG Schorndorf. Gästetrainer Lothar Mattner wittert denn auch eine gute Punktechance: "Wir können für eine Überraschung sorgen." Die Schorndorfer proben die Flucht nach vorne und sind gleichwohl realistisch: Angesichts erst 16 Punkten aus 21 Spielen hat der SG-Trainer nicht mehr viel Hoffnung auf Erreichen des Klassenerhalts. Mattner: "Man braucht wohl 40 Punkte, um nicht abzusteigen. . ."

40 Punkte: Für Schorndorf angesichts nur noch neun ausstehender Partien eher unrealistisch.

Doch Mattner wird bei der SG Trainer bleiben, auch bei Abstieg. Noch versuchen sie, diesen abzuwenden. SG-Pressesprecher Heinz Föhl: "Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben." Mit einem Sieg beim VfL Kirchheim könnten sie wieder träumen. . .