Lokalsport

Unzufrieden mit sich selbst

Fumic im Weltcup nur noch Sechster

Manuel Fumic hat beim Weltcup in Nove Mesto (Tschechien) sein persönliches Ziel Podiumsplatz verfehlt und ist als Zwölfter ins Ziel gekommen.

3, Fumic, Manuel, Cannondale Factory Team, , GER
3, Fumic, Manuel, Cannondale Factory Team, , GER

Nove Mesto. Manuel Fumic bestätigte, dass er nicht in bester Verfassung war. „Ich bin die ganze Woche müde gewesen, aber ich weiß nicht, ob es damit zusammen hängt“, rätselte er. Trübsal blasen wollte er nach seinem zwölften Platz nicht, aber er bekannte, dass ihn das Ergebnis überhaupt nicht zufrieden stellen konnte. „Die Ansprüche sind andere“, meinte Fumic.

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Schon in der zweiten von sieben Runden konnte er fünf Fahrern nicht mehr Paroli bieten. Sein Cannondale-Teamkollege Marco Fontana (Italien), Nino Schurter und Ralph Näf (beide Schweiz), Jaroslav Kulhavy (Tsche­chien) und Burry Stander (Südafrika) bildeten eine Spitzengruppe, die am Ende auch das Podium besetzten. Da hatte Fumic auch hin gewollt, doch stattdessen hing er in einer dreiköpfigen Verfolgergruppe mit den beiden Schweizern Fabian Giger und Florian Vogel.

Als der Deutsche Meister Moritz Milatz (Freiburg) von hinten auffuhr, konnte Fumic auch nicht reagieren. Milatz ließ die Gruppe in der fünften Runde stehen und sicherte sich am Ende Rang sechs, 1.14 Minuten hinter dem Sieger Nino Schurter. Fumic musste noch drei Fahrer passieren lassen und überquerte mit 2.15 Minuten Rückstand die Ziellinie. „Die Form passt schon. Wenn ich erholt bin, kann ich nächsten Sonntag in La Bresse wieder vorne mit fahren“, zeigte er sich überzeugt, dass Platz 12 lediglich ein Ausrutscher war.

Im Kampf um den Sieg lieferten sich Schurter, Stander und Kulhavy eine begeisternde letzte Runde. Schurter konnte sich vor den enthusiastischen 20000 Zuschauern schließ­lich mit sechs Sekunden Vorsprung auf Kulhavy als Sieger feiern lassen. Stander hatte 17 Sekunden Differenz. In der Weltcup-Gesamtwertung führt weiter Schurter. Fumic fiel von Rang vier auf sechs zurück.

Der Sprint am Freitag war für Fumic nach dem Viertelfinale beendet gewesen. Dabei war er auf der 1,17 Kilometer langen Strecke unvermutet in Führung geraten. Doch auf der 200 Meter langen Zielgerade war er im Wind und konnte sich nicht mehr wehren, als die Konkurrenten vorbeizogen. Der Schweizer Sepp Freiburghaus gewann schließlich vor dem Australier Paul van der Ploeg und Mirco Widmer (Schweiz).

Christian Pfäffle (Rothaus Poison-Bikes) war derweil von seiner Leistung enttäuscht. Platzierung und Körpergefühl waren nicht das, was er sich vom U23-Weltcup-Rennen am Samstag erhofft hatte. „Ich hatte schon in der Startrunde Beine, als ob es die letzte Runde wäre“, erklärte der Biker vom MTB Teck im Ziel und schüttelte den Kopf. In der zweiten Runde fiel er bis auf Rang 40 zurück, ehe es dann langsam aber sicher wieder nach vorne ging. Im Mosbacher Marcel Fleschhut (Lexware Racing) fand er einen Begleiter und das Duo konnte sich immerhin noch unter die besten 25 fahren, mit dem besseren Ende für Fleschhut, der 22. wurde.

Mit 4.43 Minuten Rückstand auf den Tschechen Ondrej Cink (1.19,58) eroberte Pfäffle als 24. wenigstens noch zwei Weltcup-Punkte. Bester Deutscher war U23-Meister Markus Schulte-Lünzum (Haltern) auf Rang fünf (+1.36), Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt) wurde Elfter (+3.02).

In der Weltcup-Gesamtwertung, die Cink anführt, ist Pfäffle jetzt als drittbester Deutscher 15. „Ich hoffe nächste Woche in La Bresse geht es besser“, meinte der Neuffener noch.