Lokalsport

Uwe Schulz als „Mister Unheimlich“

KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. Der TSV Weilheim hat nach 16 Punkten aus den letzten sechs Spielen den Anschluss an die führenden Teams wieder hergestellt. Die SF Dettingen hingegen sind nach zwei Niederlagen in Folge auf den Boden der Tatsachen zurück gekehrt. „Jetzt wird’s langsam komisch“ ,meint Ohmdens Trainer Uwe Schulz mit einem Schmunzeln nach dem nicht erwarteten 2:1-Sieg bei den SF Dettingen und der fast unheimlichen Siegesserie von sieben Siegen aus den letzten acht Spielen.

Damit hat sich der TSV Ohmden auf den zweiten Tabellenplatz vorgearbeitet und nun die besten Voraussetzungen geschaffen, um für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. „Wenn wir einmal patzen, könnten wir den Anschluss nach oben verlieren“, sieht Schulz die Gefahr für seine Mannschaft, denn dann könnte der Abstand auf den zweiten Tabellenplatz schnell auf fünf Zähler anwachsen. Der Tabellendritte aus Dettingen und der Tabellenvierte TSV Weilheim haben ein Spiel weniger ausgetragen und nur einen Punkt Rückstand. Schon die kommende Begegnung gegen den AC Catania Kirchheim birgt große Gefahren für den TSV Ohmden. „Ich denke, dem AC Catania kommt der Kunstrasenplatz entgegen“ , sagt Schulz. Aufgrund der schlechten Platzverhältnisse wird die Partie sicherlich dort ausgetragen werden.

„Unser Problem zurzeit liegt an der Durchschlagskraft im Sturm“, sieht Dettingens Spielertrainer Peter Merkle mit einen Grund für die Negativserie von nur drei Punkten aus den letzten vier Spielen, in denen die Sportfreunde ganze zwei Treffer erzielten und dadurch ihre gute Ausgangsposition verspielten. Bei sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer Grafenberg ist Platz eins zunächst einmal in weite Ferne gerückt. Deshalb erhofft sich Trainer Merkle, dass seine Spieler mit diesen Negativerlebnissen umgehen können und am kommenden Sonntag beim TV Neidlingen die richtige Antwort geben.

Eine regelrechte Aufholjagd bot der TSV Weilheim in den vergangenen Wochen seinen Fans. Nur noch ein Zähler fehlt den Limburgstädtern auf den begehrten zweiten Tabellenplatz. „Wir müssen in den nächsten Spielen unsere Leistung weiter bestätigen“, fordert das Weiheimer Trainergespann Uwe Heth und Peter Kuch. Die Euphorie unter der Limburg ist wieder erwacht. Dies merkt man nicht nur an der Trainingsbeteiligung, die in der Kreisliga A oft als Problem gilt. Die Mannschaft ist in guter Verfassung und hat alle Chancen, das vor Wochen noch für unmöglich Gehaltene doch noch möglich zu machen. Mit Sebastian Cronauer, der nach drei Monaten wieder aus Südafrika zurückgekehrt ist, haben die Weilheimer eine zusätzliche Alternative. Kuch: „Sebastian zählt sicherlich zu den Leistungsträgern im Team.“ Beim heimstarken TB Neckarhausen wird es freilich schwer werden, die Erfolgserie fortzusetzen, denn die Gastgeber haben in dieser Saison erst ein Heimspiel verloren: Am 13. September gab es ein 0:2 gegen den TSV Grafenberg.

„Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen“ ,sagt Notzingens Spielertrainer Önder Telci, dessen Mannschaft in den vergangenen Spielen das nötige Glück fehlte. Nach nur zwei Punkten aus den letzten sechs Spielen steckt die Eichert-Elf mitten im Abstiegskampf und droht, auf einen Abstiegsplatz durchgereicht zu werden. Beim TSV Harthausen, der sich noch berechtigte Hoffnungen auf den zweiten Tabellenplatz macht, scheint die Lage fast aussichtslos erfolgreich zu sein. Vor einer ungleich schweren Aufgabe steht auch der TV Neidlingen im Heimspiel gegen die SF Dettingen. Nach sechs Punkten aus den letzten drei Spielen haben die Neidlinger die Abstiegsränge verlassen. Vor einem Pflichtsieg steht der TSV Oberlenningen im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht TSV Altdorf. Mit bis zu vier Spielen weniger als die Konkurrenz stehen für die Schützlinge von Trainer Mario Sinko harte Wochen ins Haus. Die SPV 05 Nürtingen kämpft beim TSV Oberboihingen wohl um die letzten Chance, den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze wieder herzustellen.

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