Lokalsport

Verfolger-Duell in Au

Mit einem komfortablen Punktepolster fährt der Tabellenzweite VfL Kirchheim am morgigen Samstag zum Verfolgerduell bei der SpVgg Au/Iller. Bei acht Punkten Rückstand auf den VfL können sich die Gastgeber nur noch mit einem Sieg Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Zweiter gegen Dritter VfL-Coach Michael Rentschler erwartet für das Verfolgerduell seines VfL in Au einen Hingucker einerseits und eine Bewährungsprobe andererseit: "Ich denke, es wird ein schönes Spiel und zugleich eine sehr hohe Hürde für meine Mannschaft." Diese hat bekanntlich eine erstaunliche Entwicklung genommen: Noch in der letzten Saison spielte man um den Klassenerhalt nun besteht die große Chance, nach fast vier Jahren wieder in die Oberliga aufzusteigen.

Für die restlichen zehn Spiele hat sich der VfL eine glänzende Ausgangsposition erarbeitet. Bei acht Punkten Vorsprung auf Platz drei fällt es selbst Pessimisten schwer, daran zu zweifeln, dass die Teckstädter am Ende der Saison zumindest auf dem Relegationsplatz stehen werden. Die Chancen auf den Direktaufstieg sind gar nicht einmal so schlecht, denn Spitzenreiter TSV Schwieberdingen hat gerade einmal ein Pünktchen Vorsprung. Dennoch ist der Tabellenführer auch für die Verantwortlichen des VfL Favorit auf den Titel. "Mit so einem Spielerpotenzial ist man fast verpflichtet aufzusteigen", so Rentschler.

Für die morgige Begegnung in Au ist an einen Einsatz von Abwehrspieler Andreas Mayer noch nicht zu denken. Der 19-Jährige musste in dieser Woche das Training erneut abbrechen: "Ich habe immer noch leichte Schmerzen in der Leiste." Deshalb ist an einen Einsatz frühestens nach Ostern zu denken. Auch Michael Heilemann wird erst nach den Feiertagen wieder zur Mannschaft stoßen. Dafür kehrt Marco Izzi wieder in den Kader zurück. Nachdem Rentschler in den letzte vier Spielen immer mit der gleichen Elf begonnen hatte, wird sich an der Aufstellung sicherlich nichts ändern.

Die Spvgg Au könnte wohl nur mit einem Heimsieg Kirchheim den beiden Spitzenteams noch einmal gefährlich werden. Markus Pleuler, Trainer der Auer, interessiert dieses Unterfangen jedoch weniger: "Ich bin mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden." Dennoch hegt der ehemalige Bundesligaprofi des SSV Ulm noch insgeheime Aufstiegshoffnungen. "Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, benötigen wir auch das nötige Glück, das wir in den letzten Spielen nicht hatten." In den Spielen gegen die TSG Balingen (2:2) und beim FV Illertissen (1:1) kassierte die Spvgg Au den jeweiligen Ausgleichtreffer erst in der Nachspielzeit.