Lokalsport

Verlieren verboten im Altkreisderby

In der Fußball-Bezirksliga brauchen sowohl TSV Notzingen als auch Nürtingen Punkte

Nur noch fünf Spieltage sind bis zum Vorrundenende in der Fußball-Bezirksliga zu absolvieren. Zwischenfazit vor dem aktuell anstehenden 13. Spieltag: Der TSV Notzingen steht als Tabellenschlusslicht schon etwas mit dem Rücken zur Wand – das Altkreisduell gegen den FV Nürtingen darf nicht verloren gehen. Die SGEH hat sich durch den jüngsten Derbysieg (3:2 gegen den TSV Jesingen) von den Abstiegsrängen hingegen etwas entfernt – auf der Alb hat sich die Lage entspannt.

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Kirchheim. Immer noch etwas Besonderes ist für Notzingens Trainer Ronald Witt das Aufeinandertreffen mit seinem ehemaligen Verein FV 09 Nürtingen: „Ich habe immer noch Kontakte und spiele beim FV 09 in der AH-Mannschaft.“ Trotz allem wird es am Sonntag für die Eichert-Elf nichts zu verschenken geben. „Wir müssen punkten, um aus dem Tabellenkeller zu kommen“, sagt Witt. Bis zum Ende der Vorrunde sollten noch 15 bis 20 Punkte geholt werden, so das erklärte Anliegen im Eichert. Warum der TSVN überhaupt so weit in den Tabellenkeller rutschte? Zum einen haben die vielen Neuzugängen nicht das gebracht, was sich alle erhofft haben: „Einige Spielern fehlt es einfach an der notwendigen Qualität.“ Mit einem leichteren Auftaktprogramm wäre vielleicht vieles anders gelaufen. „Wir waren in vielen Spielen nicht gerade vom Glück verfolgt.“ Vor allem der Angriff lässt zu wünschen übrig. In elf Spielen konnten gerade einmal neun Tore erzielt werden – viel zu wenig. Witt tritt die Flucht nach vorne an: „Wir haben ein intaktes Team, das am Sonntag wieder Gas geben wird.“

Mit dem FV 09 Nürtingen kommt eine recht verunsicherte Mannschaft in den Eichert. Nach drei Spieltagen stand die Elf von Trainer Klaus Müller mit sieben Punkten an der Tabellenspitze. In den letzten acht Begegnungen konnten lediglich vier Zähler geholt werden, und nun stecken die Nürtinger ebenfalls mitten im Abstiegskampf. „Meine Mannschaft hat den Ernst der Lage noch gar nicht begriffen“, sieht Müller einen (Haupt)-Grund für die Negativserie. Dazu kommt das große Verletzungspech und viele Spieler, die in schulischen oder beruflichen Prüfungen stehen. „Wir haben im Schnitt gerade mal acht Spieler im Training“, sagt Müller, der etwas ratlos klingt: „Ich weiß noch nicht, welche Elf mir am Sonntag zur Verfügung steht. Solch eine extreme Personalnot habe ich noch in keinem Verein erlebt.“

Auf dem Weg nach oben befindet sich die SGEH. Nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen wollen die Schützlinge von Spielertrainer Antonio Portale diesen Aufwärtstrend beim heimstarken VfB Neuffen fortsetzen. Die Gastgeber konnten die letzten drei Heimspiele (3:1 FV 09 Nürtingen, 5:1 TSV Adelberg, 4:1 TSuGV Großbettlingen) recht deutlich gewinnen. „Mit dem nötigen Respekt werden wir auch erfolgreich sein“, sieht Portale der Aufgabe zuversichtlich entgegen. Mit dem bisher Erreichten kann kein SGEH-Verantwortlicher zufrieden sein. „Wir haben unser Saisonziel etwas zurückgeschraubt“, sagt der Coach.

Im Blickpunkt des Interesses steht der immer noch ungeschlagene Tabellenführer TSV RSK Esslingen. Beim Tabellenvierten TSV Grötzingen (der in dieser Saison noch kein Heimspiel verlor) hängen die Punkte diesmal besonders hoch. Die Mannschaft der Stunde ist der TSV Deizisau. Nach 16 Punkten in den letzten sechs Spielen steht die Elf von Trainer Markus Weiß auf dem dritten Tabellenplatz und ist gegen den TSV Grafenberg klarer Favorit. Im Verfolgerduell erwartet der SV Ebersbach den Tabellenzweiten SC Geislingen. Vielleicht die letzte Chance für die zu Saisonbeginn favorisierten Gastgeber, sich noch Hoffnung auf den Landesligaaufstieg zu machen. Vor einer lösbaren Aufgabe steht der FV Neuhausen im Heimspiel gegen die TSuGV Großbettlingen.

In den Spielen TSV Neckartailfingen gegen den VfB Oberesslingen/Zell und TSV Raidwangen gegen den TSV Adelberg geht es für die Hausherren um wichtige Punkte im Kampf um den Abstieg.

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