Lokalsport

Versöhnliches Ende eines Seuchenjahrs

Konnte Manuel Chittaro während der bisherigen Rennsaison von keinem guten Jahr sprechen, so scheint gegen Ende 2004 alles wieder ins Lot zu kommen. Bei der EM in Kroatien fuhr der Schlierbacher mit dem deutschen Team auf Platz drei in der Gesamtwertung.

LARS KOCH

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ZAGREB Am vergangenen Wochenende war der Zweite der deutschen Meisterschaft in der 125-Kubik-Klasse zusammen mit dem frischgebackenen DM-Open-Meister Max Nagl und Daniel Siegl in Kroatien zur Team-Europameisterschaft angetreten. In gleicher Besetzung war Deutschland schon im vergangenen Jahr in Bulgarien vertreten, wo ein siebter Platz erreicht werden konnte. "Unser Ziel war diesmal die Top Fünf", sagt Manuel Chittaro.

Danach sah es anfangs allerdings gar nicht aus, vielmehr war unklar, ob überhaupt gefahren werden konnte. Dauerregen in der Nacht zum Samstag hatte dafür gesorgt, dass die Rennstrecke zum Teil eher einer Seenlandschaft glich. In der Qualifikation, die, um den Zeitplan einzuhalten, stark verkürzt wurde, konnte das deutsche Team mit den Plätzen vier für Siegl und zwei zweiten Rängen für Nagl und Chittaro die Konkurrenz überraschen und sicherte sich somit jeweils den besten Startplatz. Gefahren wurden drei Rennen, wobei jeweils zwei Fahrer pro Team in verschiedenen Klassen antraten. Chittaro startete mit der 125er, die im tiefen Boden den Maschinen mit größerem Hubraum unterlegen war. Nagl ging mit der 250er-Zweitakt-Maschine ins Rennen und Siegl war mit der starken 450er-Viertakt-Maschine am Start.

Gleich im ersten Rennen ging es für Chittaro ums Ganze. "Ich kam gut zurecht, sobald es jedoch bergauf ging, zogen die großen Maschinen an mir vorbei." Am Ende wurde der Schlierbacher als Zehnter abgewunken. Mit Platz neun im zweiten Lauf war er im Gesamtklassement drittbester Fahrer unter den 125er-Piloten. Siegl konnte einen neunten und einen starken vierten Platz einfahren. Nagl wurde im ersten Lauf Vierter und kämpfte im zweiten Rennen mit Zündungsproblemen. Mit Platz drei im Gesamtklassement waren die deutschen Fahrer zufrieden. "Damit haben wir mehr erreicht, als wir anfangs erwarten durften", meinte Manuel Chittaro. EM-Team-Sieger wurde Belgien vor Italien.