Lokalsport

VfB: Zukunft von Kleitsch ungewiss

Verwirrspiel um VfB-Jugend-Trainer Hansi Kleitsch: Gerüchten zufolge soll der 52-jährige Kirchheimer als Übungsleiter der jüngst mit dem deutschen Meistertiel dekorierten A-Junioren demissioniert werden.

PETER EIDEMÜLLER

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KIRCHHEIM Am Canstatter Wasen wird derzeit viel Porzellan zerbrochen: Der in Kirchheim wohnende Hansi Kleitsch soll nach dem Willen von VfB-Jugendleiter Frieder Schrof "seine" A-Jugend abgeben und künftig die B-Jugend coachen. "Ein Unding", ereifert sich Kleitsch, der bereits die Planungen für die kommende Saison abgeschlossen hatte, "das hat mich schon sehr geärgert." Der bisherige B-Jugendtrainer Frank Leicht (32) sollte nach dem Gusto der VfB-Macher Kleitschs Posten übernehmen was Mitte vergangener Woche so über den Ticker lief, ist heute bereits wieder hinfällig: Leicht wechselt zum Bundesligisten 1. FC Köln, wird Co-Trainer von Uwe Rapolder.

Und Kleitsch? Der hatte am späten Montagnachmittag das "klärende Gespräch" mit VfB-Manager Jochen Schneider und der Stuttgarter Jugendabteilung. Ohne Angst um seine berufliche Zukunft gehe er da hinein, sagte der 52-Jährige im Vorfeld des Meetings. Seinen Posten würde er freiwillig nicht räumen: "Das bin ich der Mannschaft einfach schuldig", zollt er "seinen" Jungs, die am Wochenende den zehnten deutschen A-Jugendtitel an den Wasen holten, Respekt. Dem Verein wirft er indes vor, ihn nicht rechtzeitig über die personellen Pläne informiert zu haben. Kleitsch ist enttäuscht, schließlich habe er dem VfB trotz zahlreicher Angebote von anderen Vereinen über Jahre hinweg die Stange gehalten.

Das Ergebnis des Gesprächs und die damit wohl verbundene Zukunft Kleitschs beim VfB lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.