Lokalsport

VfL bietet Bundesligacracks Paroli

250 begeisterte Zuschauer an der Jesinger Allee erlebten am Donnerstag eines der besten VfL-Jugendspiele seit der Regionalligasaison 1997. Die A-Junioren des VfL Kirchheim mussten sich beim 0:2 im WFV-Pokal gegen den Bundesliganachwuchs des VfB Stuttgart in einem mitreißenden Spiel erst in der Verlängerung geschlagen geben.

KIRCHHEIM Gegen den Tabellenvierten der Bundesliga Süd hielt der Tabellenführer der Verbandsliga Nord über mehr als 90 Minuten glänzend mit. Erst in der 112. Minute platzte der Traum vom Weiterkommen. Der VfB begann mit der selben Formation, die am vergangenen Wochenende den Tabellenzweiten der Bundesliga Süd, den TSV 1860 München, mit 3:2 bezwang. Darunter auch die Junioren-Nationalspieler Martin Hess, Andreas Beck, Bernd Nehrig und David Pisot sowie Adam Szalai (Ungarn) und Daniel Gridnev. Der Rest des VfB-Kaders gehört zum größten Teil der WFV-Auswahl an.

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Zwar hatte Stuttgart über die gesamte Spielzeit mehr Feldvorteile, aber die hoch motivierten Kirchheimer waren aggressiv in den Zweikämpfen. In der ersten Hälfte kamen kaum klare Torchancen auf beiden Seiten zustande. Erst in der zweiten Halbzeit kam Feuer ins Spiel. Zu Beginn der zweiten Hälfte dominierte der VfB und kam zu seinen ersten gefährlichen Szenen. Mit zunehmender Spieldauer war die Partie wieder ausgeglichen. Allein auf dem Weg zum VfB-Tor konnte Kirchheims Stürmer Moritz Straub nur durch ein Foulspiel von Prediger gebremst werden. Die Folge war die Rote Karte.

Das Spiel wurde daraufhin härter. Spielerisch lief beim Bundesligisten wenig zusammen. Kirchheim war hauptsächlich durch schnelle Gegenstöße gefährlich. Nach harten 90 Minuten war schon ein kleiner Teilerfolg zu verbuchen: Es ging in die Verlängerung. Moritz Straub hatte die Riesenchance, den VfL in Führung zu bringen, doch Torhüter Denis Baum parierte den Schuss. Nach einem zweifelhaften Foul an der Strafraumgrenze verwandelte Nehrig den fälligen Freistoß zum 1:0 für die Stuttgarter in der 112. Minute. Kurze Zeit später wurde Straub im Strafraum des VfB zu Fall gebracht, doch der Unparteiische ließ weiterspielen. Christian Katins erlöste die Stuttgarter mit dem 2:0 sechs Minuten später.

Mit viel Selbstvertrauen reist der VfL nun am nächsten Sonntag zum Punktspiel bei den Stuttgarter Kickers 2. Nach der Beinahe-Sensation hofft man in der VfL-A-Jugend, dass ein paar mehr Zuschauer zu den kommenden Heimspielen des VfL finden.

sf