Lokalsport

VfL: Es droht der tiefe Fall

Zum Rückrundenauftakt der Fußball-Oberliga gastiert der VfL Kirchheim am morgigen Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim II. Witterungsbedingt wurde die Begegnung auf den Kunstrasenplatz des benachbarten FC Zuzenhausen verlegt (ab 14 Uhr).

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Bei einem Rückblick auf die Vorrunde 2007/08 gibt es nicht viel Positives über den VfL Kirchheim zu berichten. Mit gerade einmal elf Punkten stehen die Teckstädter mitten im Abstiegskampf: drittletzter Tabellenplatz. "Diese Situation hat sich die Mannschaft selbst zuzuschreiben", macht Sportleiter Norbert Krumm eine eindeutige Schuldzuweisung. Nach der nicht eingeplanten Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers (2:3) sind die Blauen gegen die Hoffenheimer Zweitliga-Reserve unter Zugzwang. Bei einer erneuten Niederlage ist die Gefahr groß, dass der VfL auf einem Abstiegsplatz überwintert.

"Wir dürfen dieses Spiel auf keinen Fall verlieren", setzt Spielführer Mario Grimm seine Mannschaftskameraden unter Druck. Dass die Partie auf einem Kunstrasenplatz ausgetragen wird, ist für ihn ein Nachteil: "Der harte Boden ist Gift für meine Gelenke." Einen Tag nach dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers II hatte Grimm leichte Probleme mit seinen Knien gehabt. "Die Belastung ist einfach zu groß für mich nach meinen drei Knieoperationen", sagt er. Trotz aller Strapazen beißt der 28-Jährige morgen auf die Zähne und wird auf jeden Fall mit von der Partie sein. Grimm: "Es ist ja das letzte Spiel vor der Winterpause."

Wackelkandidat RaspeEin Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Mittelfeldakteur Torsten Raspe, der sich im letzten Spiel eine Verhärtung in der Wade zugezogen hat und Anfang der Woche nicht trainieren konnte. Sollte Raspe ausfallen, wäre dies die Chance für Andreas Mayer, wieder von Beginn an mitzuspielen. Ansonsten wird es in der VfL-Startelf wenig Veränderungen geben. Mit einem verjüngten und stark veränderten Spielerkader (17 Neuzugänge und 13 Abgänge) startete die U 23-Mannschaft der TSG in die Oberliga-Saison. Rainer Scharinger, in der vergangen Saison noch Co-Trainer von Ralf Rangnick, hatte vor Beginn der Runde den Posten des Chef-Trainers von Alfred Schön übernommen. "Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Ralf Rangnick", sagte Scharinger.

Im Durchschnitt sind die TSG II-Spieler etwa 20 Jahre alt, und deswegen hatte Scharinger vor dem Saisonstart auch einige Bauchschmerzen. Mittlerweile hat sich die Mannschaft mit 27 Punkten im vorderen Mittelfeld festgesetzt und der Hoffenheimer Coach ist rundum zufrieden: "Dass der neu zusammengestellte Kader sich so schnell zusammenfinden würde, hätte ich nicht erwartet." Ob es noch zu einem Platz unter die ersten vier reichen wird, ist für Scharinger eher fraglich. "Uns fehlen Konstanz und Erfahrung, um so weit oben zu stehen", glaubt er.

Übrigens: Dass die Partie auf einem Kunstrasenplatz ausgetragen wird, ist für den früheren Karlsruher und Ulmer Bundesligaspieler überhaupt kein Problem: "Dieser Kunstrasen ist erst drei Monate alt und zählt zu den besten in Deutschland." Das letzte Heimspiel der TSG Hoffenheim II gegen den VfR Mannheim (3:1) wurde auch in Zuzenhausen ausgetragen auf Kunstrasen.

Mal sehen, wie sich der VfL aus der Affäre ziehen wird. Wie gesagt: Bei Niederlage rutscht der VfL noch tiefer in den Keller.