Lokalsport

VfL in Bestbesetzung liefert packendes Duell

Die VfL-Geräteturner rangen am Wochenende in der Verbandsliga das Spitzenteam des SV Villingendorf in einem packenden Wettkampf nieder. Die beste Saisonleistung des in Bestbesetzung angetretenen VfL war nötig, um den Gegner mit 139,65:137,60 Punkten in Schach zu halten.

HEIKO PAUL

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KIRCHHEIM Die Vorzeichen für einen Heimsieg der Verbandsliga-Turner gegen das starke Team aus Villingendorf schienen günstig wie nie zuvor: Während der VfL in Bestbesetzung antreten konnte, musste das Team aus Villingendorf auf einen Leistungsträger verzichten. Dennoch war schon vor dem Wettkampf klar: Villingendorf, das zu Saisonbeginn als potenzieller Meisterschaftsanwärter galt, war nicht mit links zu besiegen, hatte das Team doch in den ersten Wettkämpfen der Ligarunde bereits Ergebnisse um die 140 Punkte eingefahren. Der VfL war bei der unglücklichen Niederlage gegen den TSV Göllsdorf auf knapp 136 Punkte gekommen.

Eine erneute Steigerung war also vonnöten. Da war es gut zu wissen, dass dieses Mal beide Kaderturner, Moritz Pohl und André Schaich in der Konrad-Widerholt-Halle dabei waren. Vor annähernd 200 begeisterten Zuschauern ging der VfL am Boden gleich richtig in die Vollen. David Schneider trug seine schwierige Übung sicher vor (7,7 Punkte), Moritz Pohl erturnte noch einmal 0,35 Punkte mehr und André Schaich erhielt für seine Boden-Akrobatik die beste Note des gesamten Abends: 9,0 Punkte. Mit 1,5 Punkten lag Kirchheim nach dem ersten Gerät in Führung. Doch schon am Pauschenpferd war es um die Kirchheimer Herrlichkeit geschehen. Simon Paul, Moritz Pohl und André Schaich hatten für die Kirchheimer zwar routiniert gepunktet, aber eine Top-Wertung von 8,9 für eine mit schwierigen Elmente gespickte Übung des Villingendorfers Bernd Seifried hatte letztendlich den Ausschlag zu Gunsten der Gäste gebracht.

An den Ringen wechselte die Führung erneut: Stephan Frey eröffnete gewohnt sicher für die VfL-Turner, Moritz Pohl erturnte 7,2 Punkte, André Schaich gaben die Wertungsrichter 8,35 Punkte. Routinier Andreas Mahler ist an den Ringen wieder zur sicheren Bank geworden: 8,45 Punkte bedeuteten Höchstwertung an diesem Gerät. Da kam auch kein Turner aus Villingendorf mit. Jetzt lag der VfL wieder mit wenigen Zehnteln in Front. Mit Moritz Pohl, André Schaich, David Schneider und Simon Paul hat der VfL vier sichere Kandidaten beim Sprung über den Tisch. Doch Villingendorf zeigte riskantere Sprünge, nahm den Kirchheimern einen Punkt ab und zog mit drei Zehntel an der Heimmannschaft wieder vorbei.

Das vorletzte Gerät, der Barren, brachte dann die Wende. Moritz Pohl und Andreas Mahler hatten schon den ersten beiden Turnern aus Villingendorf Paroli geboten. In die Wertung auf Kirchheimer Seite kamen aber Markus Benz, André Schaich und Jochen Weber. Der holte sich die höchste Note am Barren ab. Zum ersten Mal hatte mit dem VfL ein Team zwei Punkte Vorsprung. Dass dies noch nicht den Sieg bedeutet, hatten die Kirchheimer ja selbst gegen Göllsdorf vor einer Woche gezeigt und am letzten Gerät noch über drei Punkte aufgeholt. Der VfL geht aber mit einem absoluten Top-Team ans Reck, das ist bekannt. Gegen Villingendorf war dies auch dringend nötig, denn der Gegner hielt voll dagegen. Zwar scheffelten André Schaich, Markus Benz und Jochen Weber 24,65 Punkte, doch die Gäste legten mit 24,90 noch eins drauf. Den Kirchheimer Sieg konnte zum Schluss selbst ein toll aufturnender Bernd Seifried nicht verhindern, der sich die Einzelwertung der Sechskämpfer knapp vor André Schaich sicherte.

139,65:137,60 Punkte sprachen aber für die Turn-Cracks aus Kirchheim, die bei diesem Wettkampf wie auch ihre Gegner Verbandsligaturnen vom Feinsten boten. Mit diesem Sieg hat der VfL den zweiten Rang in der Tabelle zementiert und gegen Hohenlohe sollte beim nächsten Heimkampf am kommenden Samstag ein weiterer Sieg möglich sein. Düster sieht es hingegen in der Verbandsligatabelle für den TSV Wernau aus. Auch gegen das Kellerkind Oberschwaben gelang kein Sieg. Die Turner aus Wernau stehen damit auf dem letzten Tabellenrang und werden es schwer haben, dem Abstieg in die Landesliga noch zu entgehen.