Lokalsport

VfL lässt nichts anbrennen

Turnen: Kirchheims Verbandsligamänner mit deutlichem Sieg in Backnang

Dritter Sieg im fünften Wettkampf für die Verbandsligaturner des VfL Kirchheim II. Bei der TSG Backnang II zeigten die Kirchheimer ihren bisher stärksten Saisonwettkampf und ließen dem Gegner beim 60:13-Sieg an keinem der sechs Geräte eine Chance.

Turnen-Verbandsliga VfLII Kirchheim - KTV Hohenlohe,Turner Waldemar Guillardan den Ringen
Turnen-Verbandsliga VfLII Kirchheim - KTV Hohenlohe,Turner Waldemar Guillardan den Ringen

Backnang. Das erste Duell am Barren ging noch mit einem Scorepunkt an den Gegner. Danach jedoch gab es für die Backnanger an diesem Gerät nichts mehr zu melden: Waldemar Guilliard, Simon Schlick und Marius Gebhardt waren sowohl vom Schwierigkeitsgrad als auch der Ausführung ihrer Übungen deutlich überlegen und erturnten neun Score­punkte für den VfL.

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Nachwuchsathlet Benjamin Leitner zeigte sich unbeeindruckt von seinem zwei Köpfe größeren Kontrahenten und erturnte ein Unentschieden am Reck, ebenso Manuel Hal­bisch. Für Simon Schlick, den längsten Kirchheimer Turner, musste das Reck ein Stück erhöht werden. Er nutzte seine Körpergröße, turnte seine Riesenumschwünge mit beeindruckender Eleganz und ließ dem Kampfgericht wenig Möglichkeit für Abzüge. Vier Scorepunkte waren der verdiente Lohn. Routiniert und mit bemerkenswerten Kraftreserven präsentierte Reckspezialist Markus Benz einmal mehr seine schwierige Übung und mit der sicheren Landung nach dem Strecksalto gingen vier weitere Scorepunkte aufs Kirchheimer Konto.

Ermutigt und befreit durch den komfortablen Zwischenstand von 17:1 entfalteten Manuel Halbisch, Tarkan Dogan, Simon Schlick und Thomas Knemeyer ihr ganzes Poten­zial am Boden und trumpften mit schwierigen akrobatischen und kraftbetonten Elementen auf. Mit 14:0 Scorepunkten ließen sie den Backnangern keine Chance.

Bei den ersten beiden Pauschenpferd-Übungen konnte die Dominanz fortgesetzt werden: Marius Gebhardt und Waldemar Guilliard leisteten sich zwar kleine Unsauberkeiten, meisterten jedoch die an diesem Gerät schwierige Mischung aus Technik, Kraft und Gleichgewicht und holten zusammen neun Scorepunkte. Tarkan Dogan begann seinen Vortrag mit außergewöhnlich hohen Spreizschwüngen, hatte beim Seitwandern jedoch eine Übungsunterbrechung, was ihn wertvolle Punkte kostete. Auch Manuel Halbisch setzte sich nicht gegen seinen Gegner durch. Es gelang dem VfL trotzdem, das Gerät knapp mit 9:8 Scorepunkten für sich zu entscheiden.

An den Ringen war das Vermögen beider Mannschaften weitgehend ausgeglichen, aber die Kirchheimer trumpften unbefangener und selbstsicherer auf: Eric Bay, Markus Benz, Marius Gebhardt und Waldemar Guil­liard bauten den Vorsprung mit 6:4 Scorepunkten weiter aus. Den Schlusspunkt unter einen erfolg­rei­chen Wettkampf setzte das VfL-Team am Sprung. Mit insgesamt etwas leichteren Sprüngen, jedoch deutlich höherer Sicherheit bei der Landung brillierten Marius Gebhardt, Simon Schlick, Manuel Hal­bisch und Thomas Knemeyer ein weiteres Mal und erhöhten mit 14 Scorepunkten den Endstand auf 60:13.

In dieser Form freuen sich die VfL-Turner auf den letzten Vorrundenkampf vor heimischem Publikum am kommenden Samstag. Ab 17 Uhr zu Gast in der Kirchheimer Raunersporthalle ist die zweite Mannschaft des SSV Ulm – es wird das Duell der direkten Tabellennachbarn. Der VfL liegt mit sechs Punkten und 41 Gerätepunkten auf Platz vier der sieben Teams starken Verbandsliga, die Ulmer folgen mit vier Zählern und 29 Gerätepunkten auf dem fünften Platz. Tabellenführer bleibt der TV Wetzgau II (acht/41), vor dem TSV Geislingen (acht/40) und der Spvgg Mössingen (acht/45).jw