Lokalsport

VfL legt vor an der Donau

Fußball-Landesliga: TSVW „spielfrei“

Bisher marschierten sie in der Landesliga im Gleichschritt, nun gibt es erste Rhythmusstörungen. Während der VfL Kirchheim bereits übermorgen beim SSV Ulm II ranmuss, ist der nächste Auftritt des TSV Weilheim erst drei Tage später terminiert.

Kirchheim. Drei Spiele verloren, anschließend zwei gewonnen: Die Landesligisten aus der Teckregion haben ihre Anhänger in den ersten Saisonspielen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Nun kann der VfL Kirchheim die neuerdings vorherrschende positive Grundstimmung zumindest an der Jesinger Allee weiter anheizen: Der Verbandsliga-Absteiger kann den Lokalrivalen TSVW in der Tabelle erstmals überflügeln.

Anzeige

Das Team von Erol Sarikoc legt am Sonntag vor. Auf dem Nebenplatz des Donaustadions duellieren sich die Kirchheimer mit der zweiten Mannschaft des Regionallisten SSV Ulm. Kirchheims viel gelobter Trainer weiß um die Schwierigkeit der Aufgabe. Vor allen Dingen ist ihm bewusst, dass es öfters hoch hergeht in jenen Partien, in denen die SSV-„Zweite“ in dieser Landesligarunde um Zähler kämpft. Bemerkenswerten Erfolgserlebnissen wie dem jüngsten 5:2 bei der TSG Schnaitheim stehen Pleiten wie beim 1:5 gegen den TSV Essingen oder der 2:6-Klatsche in Dorfmerkingen gegenüber. Dem Talentschuppen des SSV Ulm – das Regionalligateam dümpelt nach einem mäßigen Saisonstart in der Abstiegszone herum – fehlt noch die Konstanz.

Letztmals standen sich der SSV und der VfL in der Oberligasaison 2007/08 gegenüber. Nicht ganz so lange ist das letzte Duell der Teckstädter mit der Ulmer „Zweiten“ her. Am 5. Au­gust 2009 trafen die Kirchheimer in der zweiten WFV-Pokalrunde just auf dem Nebenplatz des Donaustadions, der auch am Sonntag Schauplatz ist, auf die Ulmer. Trainer Rolf Baumann kassierte damals mit seinem Kirchheimer Team eine 0:1-Niederlage. Von den damaligen Protagonisten ist kein einziger mehr auf beiden Seiten im aktuellen Kader zu finden.

Die gegenwärtige Situation beim VfL ist nach zwei Siegen in Folge etwas entspannt. Ein Remis wäre sicherlich ein Resultat, mit dem die Kirchheimer leben könnten. Rein statistisch gesehen ist das Unentschieden allerdings das am wenigsten wahrscheinliche Ergebnis: Beide Teams haben die Saison bisher remisfrei absolviert.

Mit Interesse wird in Weilheim das Auftreten des VfL verfolgt. Die Mannschaft von Trainer Alexander Hübbe gastiert erst am Mittwoch kommender Woche bei Aufsteiger TSV Köngen. Während Weilheimer wie Kirchheimer um den Anschluss an die oberen Tabellenregionen kämpft, tummelt sich dort erwartungsgemäß der FC Heiningen. 13 von 15 möglichen Punkten holte das Team von Trainer Tobias Flitsch bislang, das Torverhältnis ist mit 19:4 überragend. Der Coach ist immer noch begeistert vom 5:3-Auftritt seiner Mannschaft gegen den FC Germania Bargau vom vergangenen Freitag. „Meine Mannschaft lieferte ein tolles Spiel, wenn man bedenkt, dass wir rund 70 Minuten in Unterzahl kämpfen mussten.“ Übermorgen gastiert Tabellenführer Heiningen (Flitsch: „Unsere Trainingsarbeit fruchtet“) beim SV Vaihingen.

Altbach als Aufbaugegner

Der VfL hat per 5:0 (2:0)-Sieg in einem kurzfristig anberaumten Testspiel gegen Bezirksligist SC Altbach am Mittwochabend seine ansteigende Form bestätigt. Die zuletzt verletzten und angeschlagenen Akteure konnten dabei wichtige Spielpraxis sammeln und weiter an ihrer Fitness arbeiten. Erfreulich, dass im Kirchheimer Lazarett mit Routinier Aydin Caglar und Dario Manco nur noch zwei Akteure zu finden sind. Die Tore gegen Altbach schossen Fatih Özkahraman (6.), Sascha Beck (38.), Tino Jungblut (55.), Michael Bezler (75.) und erneut Özkahraman (88., Foulelfmeter).wr