Lokalsport

VfL prüft Sambia

Tests für Oberliga und WM-Qualifikation

Ganz im Zeichen der Spieler-Tests steht das heutige Fußball-Freundschaftsspiel zwischen dem VfL Kirchheim und der Nationalmannschaft Sambias. Allerdings reisen die afrikanischen Gäste nicht komplett an.

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thomas Pfeiffer

Kirchheim. Kaum ist der Afrika-Cup vorbei, da hat die Nationalmannschaft Sambias schon die nächste Herausforderung vor der Brust: die WM-Qualifikation. Nächster Gegner in der Afrika-Gruppe 11 am 9. September ist Togo – ein „Schlüsselspiel“, wie Jochen Figge sagt. Der 62-Jährige, ein DFB-Auslandsinstruktor, betreut die Chipolopolo („Gewehrkugeln“) derzeit während eines Trainingslagers an der WFV-Sportschule Ruit. Anfang der Neunziger-Jahre war Figge selbst sambischer Nationaltrainer, und die Flugzeugkatastrophe auf dem Weg zu einem Qualifikationsspiel am 28. April 1993 mit insgesamt 43 Toten überlebte der Bremer nur dank einer Schicksalsfügung. Wenige Wochen vorher war er als Trainer zurückgetreten.

Heute Abend gastiert die sambische Nationalmannschaft beim Oberligisten VfL Kirchheim (ab 19 Uhr), und dieser Test ebenso wie der beim Verbandsligisten SV Bonlanden am Donnerstag dient rein der Vorbereitung aufs wichtige WM-Qualifikationsspiel gegen Togo. Eigens deshalb sind die Südafrikaner nach Deutschland geflogen, wo sie annähernd perfekte Übungsmöglichkeiten vorfanden – bessere als daheim. 20 Kicker hatte der französische Trainer Hervé Renard bis gestern zusammen – der letzte Nachzügler, der auch Kapitän und Star der Truppe ist, kam allerdings nicht: Bielefelds Neuzugang Christopher Katongo (25), für 1,5 Millionen vorm Saisonstart vom dänischen Erstligisten Brondby IF verpflichtet, wird wohl für die Bundesliga gebraucht.

So ist von den Sambiern heute Abend keine Fußball-Samba, sondern eher „Regionalliga-Format“ zu erwarten, wie VfL-Geschäftsführer Walter Rau die Leistungsstärke des Gegners wähnt. VfL-Trainer Dietmar Sehrig nimmt die Tauglichkeitsprobe vor dem wichtig(er)en Oberliga-Duell am Freitag in Hoffenheim trotzdem ernst. „Ich will, dass meine Mannschaft Gas gibt. Fehlerquellen wie nach Standards oder beim Toreabschluss wolllen wir abstellen. Und für Spieler wie Isci, Nita oder Porada, die verletzt waren oder Trainingsrückstand haben, bietet sich die Chance, 90 Minuten durchzuspielen.“

Es wird munter durchgewechselt werden – auf beiden Seiten. Damit ihnen nichts entgeht, schickt der 1. FC Köln eigens zwei Scouts unter die Teck. Kommen sie rechtzeitig, erleben sie das Vorprogramm mit Summerparty (16 Uhr) und Jugendspiel zwischen den VfL-A-Junioren und den VfB-B-Junioren (16.30 Uhr).