Lokalsport

VfL steigt in die Verbandsliga auf

Durch einen deutlichen Heimsieg gegen den TSV Ellwangen haben die Kunstturnerinnen des VfL Kirchheim die Meisterschaft in der Landesliga gewonnen und stehen damit als Aufsteiger in die Verbandsliga fest.

KIRCHHEIM Mit 97,30:86,45 Punkten bezwangen die Kirchheimerinnen die Gäste aus Ellwangen. Vor dem letzten Wettkampf dieser Saison standen die beiden Aufstiegsmannschaften aus der Bezirksliga punktgleich auf den beiden Spitzenplätzen der Landesliga. So musste der direkte Vergleich die Entscheidung bringen. Entsprechend motiviert präsentierte sich das Kirchheimer Team. Auch wenn der Einsatz von Lavinia Di Coste verletzungsbedingt erst kurz vor Wettkampfbeginn entschieden werden musste und Christine Autenrieth studiumsbedingt nicht antreten konnte, bestritten die VfL-Mädchen ihren letzten Landesligawettkampf in souveräner Manier.

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Am Sprung nahm das Teck-Team den Gästen nahezu zwei Punkte ab. Niedrige Ausgangswerte der Ellwanger, die sich mit 21,35 Punkten begnügen mussten, waren der Grund hierfür. Die VfL-Turnerinnen Pia Pohl und Lena Flaig erreichten 7,35 und 7,45 Punkte. Mit diesen Wertungen lagen sie schon über der höchsten Benotung der Ellwanger Mädchen. Lavinia Di Coste sprang ihren Yamashita trotz Fersenproblemen sehr gut und erhielt 7,60 Punkte. Nina Deuschle, die überragende Einzelturnerin während der gesamten Saison, erhöhte das Kirchheimer Geräteergebnis mit einem sicher gestandenen Überschlag mit Salto vorwärts und einer Wertung von 8,20 auf 23,25 Punkten.

Bei den vorangegangenen Wettkämpfen war das Stufenbarrenturnen stets eine Punktegarantie für den VfL. Stephanie Haible ging für Kirchheim als Erste ans Gerät (5,10 ). Für ihre gelungene Barrenübung erhielt Lavinia Di Coste 7,00 Punkte. Lena Flaig, sonst immer eine gute Punktelieferantin am Stufenbarren, musste vom Gerät und war diesmal mit 5,95 Punkte nicht zufrieden. Nun kam es auf Pia Pohl und Nina Deuschle an. Pohl meisterte ihre Übung mit einem hohen Ausgangswert sehr gut, brachte den Doppelsalto-Abgang sicher in den Stand und erturnte 7,50 Punkte. Wiederum beste Turnerin war Nina Deuschle. Mit dem höchsten Ausgangswert erhielt sie mit 7,90 Punkten auch die höchste Endwertung und baute den Kirchheimer Vorsprung mit dem Geräteergebnis von 22,40:19,25 auf insgesamt 5,05 Punkte weiter aus.

Diesen Vorsprung konnten die Kirchheimerinnen auch mit Startturnerin Samantha Müller (7,05) und Di Coste (7,10) am "Zitterbalken" mit 24,75:21,95 weiter ausbauen. Obwohl Lena Flaig, Pia Pohl und Nina Deuschle je einen Absteiger zu verzeichnen hatten, erhielten sie für ihre schwierigen gymnastischen Sprünge, Flickflacks und Salti und zweimal 8,10 und 8,55 Punkte. Für die Ellwanger Mädchen standen mit wesentlich leichteren Übungen nur Wertungen von 7,10 bis 7,75 Punkten zu Buche. Damit konnten sie den Gewinn der dritten Gerätewertung von Kirchheim auch am Schwebebalken nicht verhindern.

Ohne Druck konnte die VfL-Riege mit fast uneinholbaren 70,40:62,55 Punkten an ihr Paradegerät, den Boden, gehen. Angesichts des sicheren Sieges kam es zu ungewohnten Unsicherheiten. Denncoh erzielten die Bodenübungen von Lena Flaig und Pia Pohl mit je 8,70 Punkten wieder hohe Wertungen. Eine Klasse für sich war Nina Deuschle mit der Tageshöchstnote von 9,50 Punkten. Die drei besten für das Geräteergebnis zählenden Übungen brachten für den VfL 26,90 Punkte, für die Gäste aus Ellwangen 23,90. Mit 97,30:86,45 Punkten siegten die Kunstturnerinnen des VfL Kirchheim.

Auch wenn die Begegnung zwischen den abstiegsgefährdeten Mannschaften der TSG Backnang und der TS Friedrichshafen noch aussteht, und der STV Schorndorf aus eigener Kraft den Abstieg nicht mehr verhindern kann, ist den VfL-Turnerinnen der Titel des Landesligameisters und der damit verbundene Aufstieg in die Verbandsliga nicht mehr zu nehmen.

mp/as