Lokalsport

VfL vor Pflichtaufgabe in Mannheim

Der Chef ist wieder da, und als erstes hatte er ein Lob für seinen Assistenten. Kirchheims Basketballtrainer Theo Leftakis: "Pasko Tomic hat einen tollen Job gemacht." Jetzt soll morgen in Mannheim (17.30 Uhr, Neckarstadthalle) der zweite Saisonsieg her.

KIRCHHEIM Im Prinzip sind die Voraussetzungen für das zweite Saisonspiel der Knights fast dieselben wie vor dem ersten: Es geht vor allem darum, den Gegner nicht zu unterschätzen. Denn die VfL-Basketballer gelten auch bei der SG Mannheim als Favoriten. Bei der hohen 68:93-Niederlage der Mannheimer im Derby bei der SG Heidelberg-Kirchheim überzeugte außer den Jugend-Nationalspielern Oliver Komarek (17 Punkte) und Albert Kuppe (14) keiner der Spieler von Coach Peter Eberhardt. Ausgerechnet der mit einer Zweitlizenz ausgestattete Komarek wird der SG morgen fehlen, weil sein Stammverein, der USC Heidelberg, am selben Tag um 19.30 Uhr in Nördlingen sein Spiel in der zweiten Bundesliga bestreitet. Das erhöht die Chancen der Knights zusätzlich, und Theo Leftakis hat seine Forderung auch unmissverständlich klar gemacht: "Ich erwarte einen klaren Sieg."

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Nach dem Sieg seiner Griechen erst am Montag von der Basketball-EM heimgekehrt, fand Leftakis beim ersten VfL-Training nur lobende Worte: "Die Mannschaft ist topfit. Pasko hat in der Vorbereitung einen super Job erledigt." Der Trainer sagt auch, weshalb er das für besonders wichtig hält: "Wir wollen unser Hauptaugenmerk auf die Verteidigung legen, und die ist abhängig von der Fitness." Seine Rechnung klingt einfach: "In der Offensive machten wir schon letzte Saison viele Punkte. Wenn wir hinten weniger bekommen, müsste es ganz gut aussehen", meinte er. Das große Vorbild ist wie könnte es anders sein die Defensive des Europameisters Griechenland: Hoher Druck auf jeden Spieler, blitzschnelles Aushelfen, Härte bis zur Grenze des Erlaubten beinharte Pressdeckung eben.

Gegen Leimen funktionierte das nicht schlecht, der Gegner kam nur auf 54 Punkte. Mannheim soll trotz des Heimvorteils nicht mehr erzielen. Doch ganz sorgenfrei reist der VfL nicht in die Kurpfalz: Joe Hountondji hat sich eine Grippe eingefangen und wird wenn überhaupt nur für den allergrößten Notfall auf der Bank sitzen. Emre Atsür ist zwar dabei, der Neuzugang hielt sich von Dienstag bis Donnerstag jedoch in Hannover zu einem Vorstellungsgespräch auf. Seine Bemühungen um einen Job werden allmählich konkreter, und so sehr man ihm beim VfL das Beste für seine Karriere wünscht, so zwiespältig sind diese Wünsche, denn eigentlich möchte man ihn so lange wie möglich in Kirchheim halten.

An Unterstützung wird es den Knights bei der morgigen Auswärtspartie übrigens nicht fehlen: Der Fanklub Squires wird mit nach Mannheim reisen, obwohl für dieses Spiel kein Fanbus zur Verfügung stehen wird. Den wird es erst wieder beim ersten Saisonkracher in zwei Wochen geben, wenn der VfL-Tross beim SSC Karlsruhe vorstellig wird. Anmeldungen hierfür sind bereits jetzt über ulrich@tangl.de oder unter der Telefonnummer 0 70 21/4 12 19 möglich.

mad

VfL Kirchheim:

Atsür, Goehrke, Hayden, Hountondji, Jorgusen, Kikic, Kranz, Lenger, Lukic, Neboh, Tsouknidis.