Lokalsport

VfL-Express nicht zu stoppen

30:25 – Owens Zweite geht in den letzten fünfzehn Minuten die Luft aus

Nichts Neues nach dem Derbysieg der Kirchheimer Handballer bei der zweiten Mannschaft des TSV Owen. Nach dem in einer guten Schlussviertelstunde herausgespielten 30:25 (16:14)-Erfolg dampft der VfL-Express weiter in Richtung Bezirksliga-Aufstieg, während die Werfer aus dem Täle weiterhin im Abstiegskampf involviert sind.

Owen. Bis zum 2:2 hielten die Herzogstädter noch mit, danach zog der Aufstiegsaspirant aus Kirchheim davon. Über 6:3 und 9:6 erhöhten die Gäste auf 13:8 – für die Owener Zweite bahnte sich ein ähnliches Debakel wie im Hinspiel an, in dem der TSVO am Ende deutlich mit 24:32 unterlegen war. Auf VfL-Seite waren vor allem Kreisläufer Timo Schafhitzel und Außen Marc Pradler die Aktivposten. Nach knapp 20 Spielminuten kam der TSVO besser ins Spiel und auf 14:16 heran. In dieser Phase war es vor allem Johannes Martin, der seine Mannschaft im Spiel hielt. Hätte der TSVO seine Chancen besser ausgenutzt, dann wäre zum Pausentee sogar ein Remis möglich gewesen, doch die Gastgeber scheiterten immer wieder am guten VfL-Torhüter.

Nach dem Seitenwechsel pendelte sich der Vorsprung der Gäste zunächst auf zwei Tore ein. 18:20 hieß es nach knapp 40 Spielminuten. Dann folgte die spielentscheidende Phase, als Owen im Angriff zu harmlos und in der Abwehr zu zaghaft agierte. Dies nutzten die Gäste, um den Vorsprung auf sieben Tore auszubauen. Wiederum war es Außenspieler Marc Pradler, der mit schnellen Kontertoren da für Zählbares sorgte.

Die Hausherren verkürzten den Vorsprung bis zum Spielende zwar noch auf 25:30, doch der Gäste-Sieg geriet zu keiner Zeit mehr in Gefahr. Trotz der Niederlage zeigte sich Owens Trainer Markus Nothwang nicht unzufrieden, hatte er doch eine phasenweise gute Leistung seiner Mannschaft gegen einen letztendlich stärkeren VfL gesehen. VfL-Trainer Mitranic war ähnlicher Meinung – logisch, dass er nach dem hart umkämpften Spiel sich besonders über das Endresultat freute.

Während der VfL nun zumindest vorübergehend auf dem zweiten Tabellenplatz steht, rangieren die Owener weiter auf dem zehnten Tabellenplatz. Nun kommt es sowohl für den TSV als auch für den VfL im letzten Spiel zu einem Finale. Der VfL hat gegen den Tabellendritten SG Esslingen Heimrecht, kann sich im Fernduell mit Stuttgart um den zweiten Platz die nötigen Punkte sichern und kann zudem selbst bei einer Niederlage auf den Aufstieg hoffen: Der Weg von Wolfschlugen III nach oben ist bekanntlich verbaut. Der TSVO muss beim direkten Konkurrenten Bernhausen antreten und dort gewinnen, um sich den zehnten Platz zu sichern. Ob dies für die Gelbhemden dann zum Klassenerhalt reichen wird, hängt jedoch von der Relegation um den Landesligaaufstieg ab. jb

TSV Owen: Schwaab, Beller – M. Scheu, Krüger (5), Martin (8/2), S. Scheu (1), Ritter (1), Carrle (2), Jauss (2), Lehmann (n.E.), Klett (1), Annen, Hoyler (4)

VfL Kirchheim: Hamann, O.Latzel – Pradler (8), Weber (1), S. Latzel (4), Schafhitzel (6), Keller (5), Müller, Richter (1), Schulenburg (2/1), Hybl (2/1), Mikolaj (1)

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