Lokalsport

VfL-Fans müssen bis zum Spielschluss zittern

Mit einem 21:21 (10:6)-Heimunentschieden gegen Team Esslingen II mussten sich die Kirchheimer Handballer bei ihrem ersten Auftritt in der neuen Bezirksklasse-Saison begnügen. Am Ende mussten die VfL-Anhänger um den einen Punkt kräftig zittern.

KIRCHHEIM Hoch konzentriert und mit viel Engagement begann der VfL die Partie. Mit einer aggressiv und konsequent arbeitenden Hintermannschaft engte Kirchheim die Team-Angreifer effektiv ein. Die Folge waren zahlreiche Ballverluste und unplatzierte Würfe der Esslinger, die die Hausherren zu schnellen Gegenzügen und -toren ausnutzten. Vor allem Fabian Richter, mit 15 Treffern (darunter zwei Siebenmeter) überragender Torschütze, setzte sich mit Tempogegenstößen immer wieder spektakulär in Szene. Auch die ersten acht VfL-Treffer gingen auf sein Konto.

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Richter hatte den Gegner praktisch alleine im Griff, und es schien eine klare Angelegenheit für die Kirchheimer zu werden. Auch die Hintermannschaft, gestützt auf einen gut parierenden Torhüter Frank Härterich, zeigte sich gegenüber der letzten Saison stark verbessert. Einzig die Chancenauswertung ließ teilweise zu wünschen übrig. Leichtfertig wurden nahezu "hundertprozentige" Tormöglichkeiten ausgelassen mancher Fan orakelte schon, ob sich dies am Ende nicht noch rächen würde. Es sollte sich rächen . . .

Mit einer Vier-Tore-Führung (10:6), welche durchaus noch viel deutlicher hätte ausfallen müssen, gingen die VfL-Handballer in die Kabine. Der zweite Spielabschnitt zeigte ein völlig verändertes Kräfteverhältnis. Der VfL spielte nun zögerlich und verschlief die Auftaktphase zur Gänze. Die Gäste witterten Morgenluft und glichen den Rückstand innerhalb kürzester Zeit aus. Der VfL schien der Esslinger Gegenoffensive nichts mehr entgegensetzen zu können: Zwischendurch stand es 14:18, der sicher geglaubte Sieg schien verspielt. Doch der VfL besann sich jetzt nochmals auf seine Stärken, die Abwehr stand nun sicherer, und im Angriff klappte das Kombinationsspiel wieder besser. Auch Neuzugang Andreas Mäuerle drehte in dieser Phase auf. Ihm gelangen einige schöne Kreisanspiele, und er hielt zudem die Hintermannschaft zusammen. Ein spannendes Ende der Partie zeichnete sich ab.

Als die VfL-Handballer beim 21:21 kurz vor Spielende noch einen Siebenmeter verschuldeten, schien es, als ob sie doch noch als Verlierer den Platz verlassen müssten. Doch Torhüter Markus Meyer parierte mit einer glänzenden Parade und hielt damit wenigstens noch einen Punkt für die Kirchheimer fest. Fazit: Die Gastgeber feierten zwar nicht ihren erhofften Auftaktsieg, aber ein deutlicher Aufwärtstrend im Vergleich zur Vorsaison war unverkennbar.

vh

VfL Kirchheim: Mayer, Härterich Hoyler, Karschin, Keller (1), Latzel (1), Pradler (1), Richter (15/2), Schafhitzel, Strohmaier, Schulenburg, Weber (1), Mäuerle (2).Team Esslingen: Heck Pirner, Weckmann, Abele (2), Feinauer, Sodowski (7/3), Kersten (2), Horn (4), Campfeld, Steinke (2), Gimonsiokakis, Zanker (1), Reichert (3).