Lokalsport

VfL-Herren in Top-Form

Kirchheimer Sportkegler nach Auswärtssieg weiter auf Zweitligakurs

Die erste Herrenmannschaft des VfL Kirchheim ließ beim 5814:5395-Sieg über den TSV Pfedelbach dem Gegner nicht den Hauch einer Chance und stellte unter Beweis, dass man zu Recht an der Tabellenspitze der Kegel-Verbandsliga steht. Die Verbandsligadamen steckten mit 2464:2510 gegen den KC Schwabsberg eine weitere, vermeidbare Niederlage ein.

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Kirchheim. Für die erste Herrenmannschaft galt es, den abstiegsbedrohten Gastgeber TSV Pfedelbach nicht zu unterschätzen. Entsprechend konzentriert ging auch das Startpaar zu Werke. Wolfgang Halama zeigte trotz Grippeschwächung und leichter Beinverletzung mit he­rausragenden 1026 Punkten sein Können. Auch Uwe Jauss war lange Zeit auf 1000er-Kurs, geriet auf seiner Schlussbahn durch die etwas knapp werdende Restspielzeit allerdings etwas in Hektik, erreichte aber dennoch 967 Punkte. Bei diesem Auftakt waren die Gastgeber mit Harald Wölfel (915) und Rolf-Wyland Heldt (912) trotz ordentlicher Leistungen schlichtweg überfordert –vorentscheidende 166 Überholz standen für den VfL bereits zu Buche. Im Mittelpaar der nächste Kirchheimer Paukenschlag. Joachim Deuschle zeigte gegen den besten Pfedelbacher, Thomas Haaf (953), mit 1022 Punkten grandiosen Kegelsport und erzielte zudem eine persönliche Bestleistung. Bei diesem Auftritt gingen die 945 Punkte von Markus Stark beinahe unter, obwohl er gegen Norbert Preitauer (848) alleine weitere knapp 100 Kegel Vorsprung erzielte. Mit insgesamt 332 Überholz war das Spiel längst entschieden, dennoch ließ auch das VfL-Schlusspaar nicht locker. Michael Hoi mühte sich nach schwachem Beginn gegen Martin Schuck (900) mit Rückenschmerzen auf 916 Punkte und Herbert Dambaur zeigte trotz langer Trainingspause gegen Markus Falk (867) gute 938 Zähler. Das Ergebnis von 5814 Holz bedeutet für den VfL Kirchheim einen neuen Vereinsrekord, mit dem gleichzeitig ein neuer Mannschaftsbahnrekord im Pfedelbacher Kegelcenter aufgestellt wurde. Mit 24:4 Punkten führt Kirchheim nach wie vor gleichauf mit dem TSV Blaustein die Verbandsliga an.

Die erste Damenmannschaft kann nach der 2510:2464-Niederlage beim KC Schwabsberg den Abstieg in die Oberliga Nordwürttemberg wohl kaum mehr vermeiden. Für die Verbandsliga insgesamt zu schwach präsentierten sich Cornelia Stark (428), Anita Deuschle (423), Antonia Hoi (422), Heide-Rose Stiffel (416), Monika Zechner (392) und Martina Hoi (382), wobei seitens der Gastgeberinnen auch nur Line Larissa Pfisterer (440) überzeugen konnte. Allerdings konnten alle weiteren Schwabsbergerinnen, wenn auch teilweise nur knapp, die 400er-Marke überspielen. Mit 4:24 Punkten liegen die VfL-Damen mit sechs Punkten Rückstand auf den Vorletzten weit abgeschlagen am Tabellenende. Bei nur noch vier verbleibenden Punktspielen gibt es nur noch rechnerische Chancen auf den Klassenerhalt.

In der Bezirksliga Damen konnte die Reservemannschaft des VfL Kirchheim beim 2411:2445 gegen die Bundesligareserve des BKSV Stuttgart-Nord das Spiel lange Zeit offen halten. Obwohl im Startpaar mit Sigrun Grolig (396) und Sybille Winter (356) zum Teil viel Sand im Getriebe war, hielt sich gegen Ilona Zeder (430) und Jenny Fenchel (365) der Rückstand mit 43 Kegel noch in Grenzen, den das VfL Mittelpaar mit ordentlichen Leistungen von Carina Grolig (417) und Sandra Friedrich (406) in einen Vorsprung von 35 Überholz drehen konnte, da die Stuttgarterinnen hier mit Tina Stöhr (373) und Renate Aretz (372) gleich zwei mäßige Ergebnisse zu verzeichnen hatten. Im Schlusspaar zeigte Heide-Rose Stiffel mit 448 Holz eine tolle Leistung, hatte gegen die Bundesligaspielerin Yvonne Lauer jedoch keine Chance, die mit herausragenden 484 Punkten ihre derzeitige Form unter Beweis stellte. Auch Karin Mayerhöffer hatte mit 388 Punkten gegen Nancy Becker (421) das Nachsehen, s dass die Punkte letztlich verdient an die Gäste gingen. Mit 10:18 Punkten bleibt Kirchheim unverändert auf dem vorletzten Rang mit nur zwei Punkten Rückstand ans Mittelfeld.

In der Kreisliga Stuttgart war es für die zweite Herrenmannschaft beim 5253:5157 gegen die Gäste vom SKV St. Johann schwerer als gedacht. Im Startpaar erspielten für Kirchheim Jürgen Reichersdörfer mit guten 885 Punkten und Peter Leitner mit eher durchwachsenen 850 Punkten einen geringen Vorteil von 37 Kegel gegen Rolf Kurz (863) und Heinz Kurz (835). Auch das VfL-Mittelpaar zeigte mit Norbert Kotz (873) und Peter Scholz (869) zwar ordentliche Leistungen, konnte sich aber vor allem gegen Slobodan Nenadovic (910) und Dimitrije Bijelic (812) nicht vorentscheidend absetzen, sodass für Kirchheim lediglich 57 Kegel mehr zu Buche standen. Im Schlusspaar dann aber der überzeugende Auftritt von Ingo Breunle. Mit 924 Zählern stellte er gegen Siegfried Kraiser (859) die Weichen auf Sieg, während Helmut Hitz mit 852 Punkten gegen Johann (878) nicht mithalten konnte. Da gleichzeitig der engste Verfolger TSV Denkendorf überraschend bei den SF Wernau verlor, können die Kirchheimer bei vier Punkten Vorsprung und nur noch zwei Spieltagen beinahe schon den Sekt kaltstellen.

Mit beeindruckenden 2561:2339 fegte die dritte Herrenmannschaft im Kreisklasse-A-Duell den SV 1845 Esslingen II förmlich von den Bahnen der VfL-Kegelstube. Hervorragende Akteure auf Kirchheimer Seite waren Ivan Glavica (460) und Simon Hoi (456). Aber auch die weiteren VfL-Spieler Alfred Merkl (421), Heinz Merkl (420), Herbert Hoi (403) und Alfred Kotz (401) konnten überzeugen. Mit 14:10 Punkten stehen die Herren III des VfL auf dem dritten Tabellenplatz, werden aber bei nur noch zwei Spieltagen weder mit Auf- noch Abstieg etwas zu tun haben.

In der Kreisklasse B Stuttgart wurde das Spiel zwischen Sportvg Feuerbach III und der vierten Herrenmannschaft des VfL kurzfristig seitens der Gastgeber abgesagt, sodass die Punkte kampflos nach Kirchheim gingen. Mit 18:8 Punkten bleibt der VfL auch vor seinem letzten Punktspiel auf dem dritten Platz. hd