Lokalsport

VfL-Kantersieg weckt Lust auf mehr

Mit einem klaren 9:3-Erfolg präsentierte sich der VfL Kirchheim in der Tischtennis- Verbandsklasse vor heimischem Publikum in guter Verfassung. Die Heimpremiere gegen die DJK Sportbund Stuttgart II machte Appetit auf mehr.

KIRCHHEIM "Wir sind eigentlich noch in der Selbstfindungsphase", zeigte sich Teamkapitän Michael Hohl nach dem deutlichen Sieg gegen die Reserve der Landeshauptstädter sichtlich überrascht. Die vergangenen zwei Jahre hatten enorm an der Psyche und am Selbstvertrauen der Spieler genagt, "aber wir scheinen uns von Spieltag zu Spieltag zu rehabilitieren", freute sich Hohl.

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Beim VfL hatte man sich im Vorfeld auf eine ganz enge Partie eingestellt, die je nach Ausgang richtungsweisend für die noch junge Saison in der neuen Liga sein sollte. In den Eingangsdoppeln überzeugten Hummel/Stoll gegen Wiese/Koning ebenso, wie Hohl/Schorradt (gegen Lietzau/Walter), die nur im zweiten Satz patzten. Die neuformierte Paarung Rohr/Kleefeldt hatte jedoch gegen Winter/Baumann dreimal knapp das Nachsehen.

Im vorderen Paarkreuz überzeugte Urlaubsheimkehrer Klaus Hummel trotz Trainingsmangels, der auch Michael Hohl auf Grund von Magen-Darm-Problemen während der letzten Woche anzumerken war. Er fand nicht zu seinem Spiel und musste stattdessen die harten Vorhandschüsse von Wiese hinnehmen. Auch im mittleren Paarkreuz wurden die Punkte geteilt. Während Andy Rohr gegen Walter auch kämpferisch überzeugte, musste Routinier Axel Schorradt feststellen, dass er nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Nach einigen Unkonzentriertheiten zu Beginn verpasste er es, die Schwächephasen von Baumann in Satzgewinne umzumünzen.

Mit einem 0:2-Satzrückstand startete dann Steffen Stoll gegen Winter und erinnerte dabei an seine Spiele der vergangenen Saison, in denen er nach langer Verletzung kein Bein mehr auf den Boden brachte. Aber auch hier zahlten sich die zuletzt guten Trainingsleistungen aus: Mit einem Kraftakt bog Stoll die Partie um und gewann im Entscheidungssatz. Dank seiner hervorragenden Ergebnisse in der zweiten Mannschaft verdiente sich Michael Kleefeldt einen Platz in der ersten Mannschaft. Dies rechtfertigte der meist in Brasilien lebende Missionarssohn mit seinem sicheren 3:1-Sieg gegen Koning, sodass nach dem ersten Durchgang mit der 6:3-Führung des VfL eine Vorentscheidung gefallen war. Anschließend präsentierte sich Hummel gegen seinen Angstgegner Wiese in glänzender Form und blieb auch nach dem zweiten Spieltag weiterhin ohne jeglichen Satzverlust.

Mit Siegen von Hohl und Rohr war der 9:3-Erfolg perfekt, der in dieser Höhe jedoch etwas zu deutlich ausfiel. "Bei diesem Ergebnis werden die Meisterschaftsfavoriten aus Schorndorf und Gnadental bestimmt hellhörig. Es passt also ganz gut, dass wir genau jetzt gegen die beiden Teams antreten", freut sich VfL-Nummer eins, Klaus Hummel, auf die kommenden zwei Auswärtsbegegnungen. Dann zeigt sich wirklich, wo der VfL steht.

khVfL Kirchheim DJK SB Stuttgart9:3Hummel/Stoll Wiese/Koning 3:0, Hohl/Schorradt Lietzau/Walter 3:1, Rohr/Kleefeldt Winter/Baumann 0:3, Hummel Lietzau 3:0, Hohl Wiese 0:3, Rohr Walter 3:1, Schorradt Baumann 1:3, Stoll Winter 3:2, Kleefeldt Koning 3:1, Hummel Wiese 3:0, Hohl Lietzau 3:1, Rohr Baumann 3:2