Lokalsport

VfL-Mädchen in akuter Abstiegsgefahr

KARLSRUHE Nach dem begeisternden Auftaktwettkampf am letzten Wochenende in Kirchheim, bei dem die Kirchheimer Mannschaft den siebten Platz belegte, sind die jungen VfL-Damen in Karlsruhe wieder auf dem Boden der Realität angekommen. Trotz normaler Leistungen musste die VfL-Mannschaft erkennen, dass sie ohne die verletzte Dorothee Henzler einen sehr schweren Stand im Oberhaus haben wird.

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Zusammen mit den Leipziger Turnerinnen, die die Kirchheimer am ersten Wettkampftag noch geschlagen hatten, begann die Mannschaft am Boden. Adina Hausch, Pia Pohl und Nina Deuschle zeigten allesamt solide Übungen doch die Schwierigkeitsgrade waren nicht so hoch, sodass die Ausgangswerte vergleichsweise niedrig waren. Zudem bestrafte das Kampfgericht auch kleinere Fehler konsequent. Daniela Flaig, die als Einzige im Kirchheimer Team den geforderten Doppelsalto zeigte und dadurch einen höheren Ausgangswert hatte, konnte ihre letzte Akrobatikbahn nicht in den Stand turnen so reichte es am Ende mit 47,40 Punkten zu einem durchschnittlichen Mannschaftsergebnis, zu dem Nina Deuschle mit 12,00 die höchste Punktzahl beitrug.

Gegenüber den Leipziger Turnerinnen bedeutete dies dennoch bereits einen Rückstand von 2,30 Punkten. Am nächsten Gerät, dem Sprung, zeigte die Kirchheimer Riege gute Sprünge, insbesondere Nina Leikov, Nina Deuschle und Daniela Flaig turnten ihren Überschlag Salto vorwärts durchweg in den sicheren Stand, wie auch Pia Pohl die Radwende mit gebücktem Salto rückwärts, sodass es am Sprung mir 52,10 Punkten zum besten VfL-Geräteergebnis reichte. Auch hier war Nina Deuschle mit 13,45 Punkten die beste Kirchheimer Punktesammlerin. Im Vergleich zu Leipzig konnte Kirchheim wieder 2,00 Punkte gutmachen, auch gegenüber anderen Mannschaften konnten sich die Kirchheimerinnen mit dem viertbesten Geräteergebnis am Sprung behaupten.

Stufenbarren als ZittergerätMit diesem Zwischenergebnis ging es an das Zittergerät der Kirchheimer Mannschaft, den Stufenbarren. Lediglich Adina Hausch zeigte an diesem Gerät Normalform und erreichte mit 10,85 die beste Mannschaftswertung. Alle anderen Starterinnen zeigten Nerven und mussten das Gerät teilweise verlassen oder hatten Schwierigkeiten beim Stand nach dem Abgang. Mit 40,75 Punkten war das Kirchheimer Team über 4 Punkte schlechter als andere Teams und hatte damit kaum eine Chance, den letzten Platz nach dem dritten Gerätedurchgang noch zu verbessern. Beim abschließenden Balkenturnen zeigten die Kirchheimer ähnlich wie am Boden durchschnittliche Leistungen. Carolin Riethmüller, Alina Binder, Adina Hausch, Daniela Flaig und Nina Deuschle turnten ihre Übungen zwar mit dem einen oder anderen Absteiger, aber insgesamt solide. Im Vergleich zu den anderen Teams, die auch einige Absteiger hinnehmen mussten, war es aber zu wenig. Mit 45,60 Punkten verloren die Kirchheimer Damen auch hier wertvolle Punkte auf die anderen Teams.

Auch am zweiten Wettkampftag gewann das TT Stuttgart-Ulm wie den ersten Wettkampf vor Chemnitz und Köln. Kirchheim belegte den achten Platz. Nach einer Wettkampfpause geht es im November mit den entscheidenden Wettkämpfen weiter. Nur mit einer bis dahin wieder genesenen Dorothee Henzler haben die Kirchheimer noch die kleine Hoffnung, die Klasse zu halten. Dazu müssen sich allerdings auch die anderen Turnerinnen noch steigern, hieran werden sie mit Sicherheit zusammen mit ihrem Trainer Herbert Leikov arbeiten.

mp

Kunstturn-Bundesliga Frauen

Stand nach zwei Durchgängen1. EnBW TT Stuttgart / Ulm 20 Punkte, 2. Turnteam Toyota Köln 14, 3. TUS Chemnitz-Altendorf 14, 4. TV Hoffnungsthal 8, 5. TG Mannheim 8, 6. TuG Leipzig 6, 7. TG Karlsruhe-Söllingen 5, 8. VFL Kirchheim 3.