Lokalsport

VfL-Mädchen müssen in die Relegation

Turnen Patzer am Schwebebalken kosten den sicher geglaubten Oberliga-Klassenerhalt.

Lange verletzt war Lea Voith am Wochenende wieder eine wertvolle Stütze in der Kirchheimer Mannschaft.Foto: Georg Hrivatakis
Lange verletzt war Lea Voith am Wochenende wieder eine wertvolle Stütze in der Kirchheimer Mannschaft.Foto: Georg Hrivatakis

Ellhofen. Am letzten Wettkampftag der Oberligasaison der Turnerinnen in Ellhofen hat die Mannschaft des VfL Kirchheim den sicher geglaubten Klassenerhalt noch aus der Hand gegeben und muss nun in die Relegation.

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Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten, ein Turnwettkampf bis zur letzten Übung am letzten Gerät. Der Kirchheimer Frauenriege fehlten nach dem letzten Durchgang am Schwebebalken ganze 0,3 Punkte zum Klassenerhalt, mit dem bis dahin eigentlich jeder gerechnet hatte. Jetzt muss die Mannschaft beim Relegationswettkampf in sechs Wochen noch einmal an die Geräte, um ihre zweite Chance zu nutzen.

Die Ausgangslage war klar. Nachdem die VfL-Mädchen nach zwei Wettkämpfen auf Tabellenplatz sieben standen, musste der letzte Wettkampftag die Entscheidung bringen. Platz fünf war Pflicht, um die Klasse zu halten. Dass diese Mission gut möglich war, zeigte der Tag in Ellhofen. Verstärkt durch Lea Voith, die nach langer Verletzungspause in die Mannschaft mit Anna-Lena Giss, Sarah Widmann, Alicia Heim, Isabell Schubert, Lara Rüping, Nele Brey und Hannah Schweiss zurückkehrte, starteten die VfL-Mädchen mit viel Selbstvertrauen in den Wettkampf.

48,15 Punkte bedeuteten dann auch am Boden das zweitbeste Ergebnis von allen acht Mannschaften. Auch am Sprung und am Stufenbarren zeigten die Kirchheimer Turnerinnen ihre beste Saisonleistung und lagen vor dem letzten Gerät mit Platz drei in aussichtsreicher Position.

Sechs Punkte fehlen am Balken

Sarah Widmann turnte dann am Schwebebalken fehlerfrei, alle anderen Starterinnen mussten den Balken zwei Mal verlassen. Da pro Absteiger mindestens ein Punkt abgezogen wird, verschenkte das VfL-Team insgesamt sechs Punkte. Wie bitter die Stürze am Balken waren, zeigte sich bei der Endabrechnung. Mit einem Abgang weniger hätten die Kirchheimer an diesem Tag Platz drei und damit den fünften Platz in der Endabrechnung sicher gehabt.

Nach den Plätzen sieben und fünf in den ersten beiden Kämpfen steigerte sich der VfL zwar auf Platz vier, doch das reichte nicht. Punktgleich in der Tabelle mit dem TB Neckarhausen mussten die Gesamtpunkte he­rangezogen werden. Hier hatte der TBN mit 501,50: 501,20 Punkten in drei Wettkämpfen hauchdünn die Nase vorn und sicherte sich damit den Klassenerhalt. Für den VfL geht die Saison nun im Juni weiter. Oberliga-Meister wurde Favorit Spvgg Holzgerlingen, der TSV Schmiden dagegen steigt in die Verbandsliga ab.mp