Lokalsport

VfL-Rechnung: Drei aus vier

RASTATT/KIRCHHEIM Die beste Nachricht des Wochenendes kam aus Ludwigsburg: Die KGJ Schwenningen, das Überteam der Liga und seit November ungeschlagen, kassierte in Ludwigsburg mit 76:87 die vierte Saisonniederlage. Ansonsten gab es bei den Kirchheim Knights wenig zu feiern, denn auch die KGJ-Schlappe ändert an der Ausgangslage wenig: Der VfL muss nun drei der letzten vier Spiele gewinnen, will er die Aufstiegsrunde erreichen.

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Wer die hängenden Köpfe am Samstag gesehen hat, wer den Frust spürte, die Zwistigkeiten zwischen Coach und Mannschaft, der kann schon daran zweifeln, ob das gelingen kann. Gut, das Heimspiel gegen den Tabellenletzten Freiburg am 18. März dürfte nicht das Problem sein. Doch schon am kommenden Samstag kommt die SG Heidelberg-Kirchheim in die Walter-Jacob-Halle, und da steht schon die komplette Saison auf dem Spiel. In Konstanz (26. März) dürfte es kaum leichter werden. Der Aufsteiger gewann am Samstag 98:88 beim FV Weißenhorn, wobei Liga-Topscorer Sean Hampton phänomenale 46 Punkte (Saisonrekord) gelangen. Womöglich läuft es also auf einen Showdown am letzten Spieltag hinaus, wenn die KGJ Schwenningen nach Kirchheim kommt.

Dann wird auf alle Fälle Chuks Neboh wieder voll dabei sein. Am Samstag machte er sich schon mit dem Team warm, an einen Einsatz wurde aber (noch) nicht ernsthaft gedacht.

Seine eigene Geschichte produzierte Jorgo Tsouknidis am Samstag. Erst um 17 Uhr fuhr er trotz des Winterchaos' zu Hause in Reutlingen ab, verfranste sich dann und kam erst gegen Ende des ersten Viertels in die Rastatter Turnhalle. Einen guten Werfer mehr hätte man schon brauchen können. Nur drei Mal in dieser Saison warfen die Knights weniger als 40 Prozent erfolgreich in den Korb zwei Mal davon gegen Rastatt. Saison-Minusrekord gab's beim 65:66 im Herbst, als Kai-Uwe Kranz und Co. nur 33,8 Prozent trafen, beim ersten Spiel in der Walter-Jacob-Halle gewannen die Knights trotz 39 Prozent Trefferquote gegen Karlsruhe, jetzt führten 36,7 Prozent zur dritten Saisonniederlage.

Alles das spielt keine Rolle mehr, wenn sich die Verletzung von Ross Jorgusen als ernsthaft herausstellen sollte. Der Knights-Boss ging nach einem Krankenhausbesuch wegen seines verletzten Sprunggelenks gestern auf Tauchstation, schaltete sein Handy ab. Fällt er aus, kann er spielen? Davon hängt womöglich die VfL-Basketball-Zukunft ab.

mad