Lokalsport

Vierfache Abstiegsängste in der Teckregion

Gleich vier Teckvertreter kämpfen in der Fußball-Kreisliga A um den Klassenerhalt. Immer ungemütlicher wird es dabei für den TSV Notzingen II. Nach nur einem Zähler aus den letzten fünf Spielen steht die Elf von Önder Telci kurz vor dem Absturz auf einen Abstiegsplatz.

Anzeige

KLAUS-DIETER LEIB

Notzingen. Was ist bloß los mit der Eichert-Elf? Nach einem fulminanten Saisonstart stand die zweite Mannschaft des TSV Notzingen nach fünf Spieltagen zwischenzeitlich auf dem vierten Tabellenplatz – seitdem ging es stetig bergab, jetzt droht sogar der direkte Wiederabstieg. Vor allem die eklatante Heimschwäche ist mit ein Grund für den Absturz auf den viertletzten Tabellenplatz, der immerhin noch zur Abstiegrelegation berechtigen würde. Neben Ligaschlusslicht TSV Altdorf zählt der TSV Notzingen zu den schwächsten Heimmannschaften der Liga. Beide Teams haben bislang nur fünf Zähler auf eigenem Platz geholt. Um das Abstiegsgespenst zu verbannen, müssen aus den nächsten vier Spielen gegen den FC Unterensingen (am Sonntag), beim TSV Oberlenningen, gegen den 1. FC Frickenhausen II und beim TSV Altdorf Punkte her.

Erleichterung herrscht indes beim TV Neidlingen, der mit zwei Zählern vor den Notzingern auf Rang elf steht: „Wir haben es jetzt wieder selbst in der Hand“, ist Neidlingens Trainer Jochen Hepperle zuversichtlich in Sachen Klassenerhalt. Vor allem das letzte Spiel gegen Aufstiegsmitfavorit SF Dettingen (1:1) hat gezeigt, zu was der TV Neidlingen in der Lage ist. „Mit etwas Glück hätten wir sogar gewinnen können“, freute sich Hepperle über den unerwarteten Punktgewinn. Nach dem schlechten Saisonstart (der TVN war nach acht Spieltagen Letzter) wussten die Spieler, was die Stunde geschlagen hat. Zwischenzeitlich hatte sich die Elf um das Trainergespann Oliver Sekan und Jochen Hepperle auf den zehnten Tabellenplatz vorgearbeitet und kann den kommenden Aufgaben zuversichtlicher entgegensehen

Beim AC Catania Kirchheim besteht für die Neidlinger durchaus die Chance auf ein weiteres Erfolgserlebnis. Die „Azzurri“ erwarten den TVN nach der 0:1-Schlappe gegen den Tabellenvorletzten Harthausen gestern Abend mit hängenden Köpfen. „Wenn wir in Ruhe weiterarbeiten können, haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun“, ist Giuseppe Forzano, der zweite Vorsitzende des Vereins, trotzdem von seiner Elf überzeugt.

Vor einer großen Hürde steht der vierte abstiegsgefährdete Teckverein, der TSV Oberlenningen. Beim mit sechs Punkten Vorsprung führenden Ligaprimus TSV Grafenberg wird es nicht einfach werden, auch nur einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.

In der Spitzengruppe der Liga besteht für die Mannschaft der Stunde, den an diesem Wochenende spielfreien TSV Ohmden die Gefahr, auf den fünften Tabellenplatz zurückzufallen. Vor einer schweren Aufgabe stehen die SF Dettingen im Heimspiel gegen den TB Neckarhausen. Bei fünf Punkten Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz dürfen sich die Gäste keinen Ausrutscher mehr erlauben. Dagegen will die Elf von Spielertrainer Peter Merkle endlich wieder einen Heimsieg feiern. Den letzten „Dreier“ auf eigenem Platz gab es am 18. November beim 2:1-Erfolg gegen den TSV Grafenberg.

Nach der überraschenden 1:3-Niederlage in Neckarhausen ist die Erfolgsserie des TSV Weilheim zunächst einmal gestoppt. Im Heimspiel gegen den TSV Oberboihingen soll dieser Ausrutscher so schnell wie möglich wieder gutgemacht werden. Für den Aufsteiger TSV Harthausen besteht die Möglichkeit, sich mit einem Auswärtssieg bei der SPV 05 Nürtingen auf den zweiten Tabellenplatz vorzuschieben. Im Kellerduell erwartet das seit 14 Spielen sieglose Schlusslicht TSV Altdorf den Tabellendrittletzten 1. FC Frickenhausen II – vielleicht die letzte Chance für die Altdorfer, noch für ein Fußballwunder zu sorgen.