Lokalsport

Volle Konzentration am Kaiserstuhl

VfL-Fußballer gastieren zum morgigen Rückrundenauftakt beim Bahlinger SC

Das letzte Auswärtsspiel des Jahres führt die VfL-Kicker am morgigen Samstag (14 Uhr) an den Kaiserstuhl. Gegen den Tabellenfünften Bahlinger SC hofft Coach Rolf Baumann nach zuletzt schwankenden Leistungen auf einen Punkt.

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Moritz Hönig

Kirchheim. Zwei Tore von Alexander Nita und Uwe Beran in der Schlussviertelstunde sicherten den Kirchheimern im ersten Saisonspiel Anfang August gegen den Bahlinger SC einen späten Punkt. Doch der gewonnene Optimismus nach dem 2:2 war schnell verflogen: Was folgte, war eine Serie von insgesamt acht Niederlagen und ein Torverhältnis von 1:27 – das Ende für den damaligen Coach Dietmar Sehrig. Inzwischen hat sich der VfL wieder einigermaßen gefangen. Mit Neu-Trainer Rolf Baumann ist der Anschluss ans Mittelfeld geglückt und zum Rückrundenauftakt in Bahlingen scheint trotz Außenseiterrolle ein Punkt im Bereich des Möglichen: „Wir müssen schauen, was geht und spekulieren zumindest auf ein Unentschieden“, so Baumann selbstbewusst.

Wer es in Bahlingen für den VfL richten soll, darüber wollte Baumann noch keine Auskunft geben. Gut möglich, dass dem in Walldorf auf sich allein gestellten Maximilian Laible mit Tiago Santos-Araujo wieder ein Sturmpartner zur Seite stehen wird. Bei der bitteren 1:3-Schlappe am vergangenen Wochenende wusste Santos-Araujo nach seiner Einwechslung durchaus zu überzeugen und tat sich zudem als Schütze des Ehrentreffers hervor. Baumann: „Mal schauen, ob wir es mit zwei Spitzen riskieren. Zuletzt hat Tiago sicherlich keinen schlechten Eindruck gemacht.“

Überzeugt hat in Walldorf auch wieder Philipp Uttikal. Der 19-jährige Youngster zwischen den Pfosten heimste trotz dreier Gegentore ein Sonderlob vom Trainer ein: „Er agiert sehr ruhig auf dem Platz, ist aber immer da, wenn er benötigt wird.“ Am Samstag wird Uttikal einmal mehr Gelegenheit haben, sein Können unter Beweis zu stellen, auch wenn die Bahlinger weniger für eine starke Offensive als vielmehr für eine solide Defensivarbeit bekannt ist: Lediglich vier Mal traf der Sportclub in den letzten drei Spielen ins Schwarze – für die Bahlinger Minimalisten reichte es dennoch zu drei Siegen. So steht das Team von Trainer Milorad Pilipovic, ehemals für den Karlsruher SC in der Bundesliga aktiv, auf Tabellenplatz fünf.

Auf dem Papier eine klare Angelegenheit, doch Rolf Baumann weiß, wo er den Hebel anzusetzen hat: „In Walldorf hat die Mannschaft zu überhastet gespielt und schnell den Faden verloren.“ Aktionismusfußball nennt Baumann diese Spielweise. Er fordert morgen von seinem Team 90 Minuten volle Konzentration.

Derweil scheint das eigentlich auf den 20. Dezember angesetzte Nachholspiel gegen den ASV Durlach nun doch erst im neuen Jahr stattzufinden. VfL-Geschäftsführer Walter Rau zumindest gibt sich optimistisch: „Die Durlacher haben einer Verlegung zugestimmt, was jetzt noch fehlt, ist das offizielle O.K.“ Davon unabhängig laufen hinter den VfL-Kulissen bereits die Planungen fürs neue Jahr. Aufgrund einiger Langzeitverletzten (Coskun Isci, Vergoulakis Karapantzos) und auch Abgängen (Mario Grimm/siehe nebenstehender Artikel) scheint es gut möglich, dass auf einzelnen Positionen in der Winterpause nachgelegt wird. Namen gäbe es allerdings noch nicht zu nennen, so Baumann. Seine Aufmerksamkeit gelte aktuell sowieso voll und ganz den Spielen in Bahlingen und eine Woche später gegen den FV Illertissen – denn nichts würde den VfL-Coach derzeit mehr erfreuen, als der eine oder andere vorweihnachtliche Punkt im Kampf gegen den Abstieg.