Lokalsport

Von der Hallentechnik ausgebremst

Mit leeren Händen kehrten die Verbandsliga-Handballerinnen der SG Lenningen aus Tettnang zurück. Gegen das Tabellen-Schlusslicht HSG Argental lief die SG über die gesamte erste Halbzeit einem Rückstand hinterher und verlor am Ende trotz eines Leistungsschubs in der zweiten Hälfte mit 17:20 (9:10).

TETTNANG Von Beginn an zeigte der Tabellenletzte, dass er seinen Gästen die Punkte nicht kampflos überlassen wollte. Vor allem Argentals Rückraumstrategin Stefanie Schwarzenbach war von der Lenninger Abwehr kaum zu bremsen. Sie fand immer wieder Lücken und war mit vier sicher verwandelten Strafwürfen und sieben Feldtoren beste Akteurin auf dem Feld. Gute Szenen hatte die Nothwang-Sieben immer dann, wenn das Spiel ohne Ball forciert wurde. Hier konnten sich Nicole Schmid und Rebecca Dick mit Rückraum-Toren auszeichnen. Auf den Außenpositionen hatten Gabi Baermann und Larissa Blocher ihre liebe Mühe mit der kurzen Argentaler Deckung. Dass Blocher dennoch zu drei Toren kam, war ihrem unermüdlichen Einsatz zuzuschreiben. Ihr Treffer zum 9:10 markierte gleichzeitig auch den Halbzeitstand.

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Einen regelrechten Leistungsschub zeigte Lenningen nach dem Wechsel: Drei Treffer in Folge durch Nicole Schmid, Sandra Timar und Carolin Reichle brachten die Gäste erstmals mit 12:10 (36. Minute) in Führung, als die Hallentechnik der SG einen Streich spielte. Just in dem Moment, als Lenningen in die Erfolgsspur einbog, fiel die Hallenanzeige aus. Nach fünfminütiger Unterbrechung ging es weiter, doch Lenningen fand nicht mehr ins Spiel zurück. Eine fragwürdige Strafwurfentscheidung gegen die Gäste brachte in der 45. Minute den Ausgleich.

Jetzt fehlte auf Lenninger Seite auch die Konzentration beim Abschluss. Gute Möglichkeiten blieben ungenutzt. Die anfangs sattelfeste Abwehr kam mehrmals zu spät und handelte sich dadurch Strafwürfe ein. Neun davon nutzte die HSG, einen parierte SG-Torhüterin Amelie Butzer und einer landete am Pfosten. Zuletzt haderten die Gäste auch mit Fortuna. Sechs Würfe in den letzten zehn Minuten prallten vom Alu ab. Einen dieser Abpraller nutzte Argental Sekunden vor Schluss zum 20:17- Siegtreffer. Trotz der schmerzlichen Niederlage zeigte sich SG-Coach Markus Nothwang mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden: "Mit etwas mehr Glück wäre ein Punkt heute drin gewesen. In dieser Liga zeigt es sich, dass man keine Mannschaft auf die leichte Schulter nehmen darf."

döl

SG Lenningen:

Hahn, Butzer (ab 51.); Schmid (6/2), Dick (4), Blocher (3), Timar (2), Emmenegger (1), Reichle (1), Kazmaier, Kuch, Schoser.