Lokalsport

Von Null unter die Top 16 in nur vier Jahren

Mit dem vierten Aufstieg in Folge krönt der Golfclub Kirchheim-Wendlingen (GCKW) seine gute Vorstellung bei den baden-württembergischen Mannschaftsmeisterschaften. Auf dem Platz des Golfclubs Bad Rappenau gelang der jungen Mannschaft souverän der Aufstieg in die zweite Liga Baden-Württembergs.

BAD RAPPENAU Unbeeindruckt von den schweren Bedingungen mit teilweise katastrophalen Platzverhältnissen nach der langen Winterpause zeigten sich die Spieler von Team-Captain Jürgen Föhl in Bad Rappenau. Mit dem 9:3-Gesamtsieg bei den Mannschaftsmeisterschaften und damit dem Aufstieg in die zweite Liga setzte das GCKW-Team einen vorläufigen Schlusspunkt hinter eine rasante sportliche Entwicklung. Innerhalb von nur vier Jahren gelang dem Club damit der Sprung unter die besten 16 Mannschaften in Baden-Württemberg.

Anzeige

Im so genannten "Klassischen Vierer" kämpften die Kirchheimer Spieler zwar oft mit den so wichtigen Putts, doch die Ergebnisse stimmten. Vor allem die junge Riege des GCKW machte mit weiten Abschlägen den ohnehin schon kurzen Platz in Bad Rappenau noch kürzer. Neuzugang Jimmy Danielsson erreichte eine 506 Meter lange Bahn problemlos mit zwei Schlägen. Da auch fast alle anderen Spieler von GCKW-Trainer Rutger Blönnigen eher zu den "Longhittern" gehören, konnten die schlechten Puttverhältnisse mit langen Abschlägen und guten Schlägen an die Fahnen einigermaßen wett gemacht werden.

Spitzenspieler Maximilian Bauer und sein Partner Arndt Magnus benötigten genauso 77 Schläge (Par 72) in Runde eins wie Johannes Hohnecker und Maximilian Föhl. Jochen Roth und Jan Eder beendeten ihre 18 Löcher mit zwei Birdies, was noch eine 78 bedeutete. Da nur drei von vier Ergebnissen in die Wertung kamen, blieben die 85 Schläge von Jimmy Danielsson und Martin Sallenhag ohne Bedeutung. Am Ende des ersten Spieltags standen für das GCKW-Team folgende Ergebnisse zu Buche: Maximilian Föhl, Johannes Hohnecker und Jimmy Danielsson (alle 74/ zwei über Par), Maximilian Bauer (75), Jochen Roth (78), Ulrich Schmidt (82), Martin Sallenhag (84) und Arndt Magnus (87).

Bei der Verkündung der Ergebnisse standen dann die Platzrichter im Mittelpunkt des Geschehens. Das letzte Ergebnis der Kirchheimer bedeutete vorerst den Verlust der Spitzenposition und Rang zwei mit drei Schlägen Rückstand. Ein zweites Überprüfen der Ergebnisse brachte dann aber die Gewissheit, dass Kirchheim nun doch mit zwei Schlägen Vorsprung als Erster in die Begegnungen gegen den Golfclub Schloss Langenstein am Sonntag gehen würde. In dieser Partie zeichnete sich bereits an Loch sechs ab, dass sowohl Jimmy Danielsson zusammen mit Thomas Draffehn als auch Maximilian Bauer/ Arndt Magnus ihre Spiele kontrollieren konnten. Die Gegner von Jochen Roth/ Jan Eder und Johannes Hohnecker/ Maximilian Föhl hingegen wehrten sich mit grandiosem Spiel. Den ersten Punkt für Kirchheim sicherten dann Bauer/ Magnus auf Bahn 14 mit einem souveränen 5/4-Erfolg. Hohnecker/ Föhl behielten wie Roth/ Eder die Nerven und siegten an Loch 17 mit 2/1. Zwischenzeitlich mit vier gewonnenen Löchern vorn mussten Jimmy Danielsson und Thomas Draffehn mit Gleichstand auf Bahn 18, die sie gewannen, was eine 4:0-Führung bedeutete. Aus den acht Einzeln am Nachmittag benötigte das GCKW-Team für den Aufstieg somit nur noch 2,5 Punkte.

Martin Sallenhag lag nach drei Löchern bereits drei vorn. In der Folge kämpfte sich aber sein Gegner wieder heran. Die Höchststrafe auf den fast unspielbaren Grüns ereilte Maximilian Föhl. Wie am Samstag spielte der 18-Jährige fehlerfreies Golf, doch auf den Grüns fehlte ihm das Glück. Dies hatte sein Gegner, der die Partie offen halten konnte. Auch Jimmy Danielsson führte schnell, musste aber das ein oder andere Mal seinem Gegner ein Loch abtreten, sodass auch er kämpfen musste. Einen Gegner in Bestform erwischte Arndt Magnus. Der wohl beste Kirchheimer Stratege lag ständig zurück, wartete aber geduldig auf seine Chance.

Anders verliefen die Partien der beiden Vierer-Partner Jochen Roth und Jan Eder. Nach und nach spielten sie das ein oder andere Birdie und lagen nach neun Löchern mit drei und vier Löchern vorn. An Loch 13 hatten dann beide ihre Spiele mit 6/5 gewonnen, was die endgültige Vorentscheidung bedeutete. Als dann Martin Sallenhag von Loch 18 zurück kam und den noch fehlenden halben Punkt signalisierte, war der Jubel bei den Kirchheimern groß.

je