Lokalsport

Von wegen lockeres Austrudeln

Team Esslingen und VfL liefern sich heißen Tanz

In der Schelztorhalle deutete am Samstag alles auf einen ruhigen Handball-Abend hin. Einzig die beiden Landesligateams aus Esslingen und Kirchheim, die in einem an sich bedeutungslosen Spiel aufeinander trafen, schienen etwas dagegen zu haben.

Handball-Landesliga: VfL Kirchheim (wei§)  - Schorndorf (rot)Roman Keller
Handball-Landesliga: VfL Kirchheim (wei§) - Schorndorf (rot)Roman Keller

Esslingen. 33:31 für das Team Esslingen hieß es am Ende einer schnellen und spannenden Partie, in der die etwas glücklichere von beiden Mannschaften als Sieger vom Platz ging. Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die zu Beginn ohne ihren wurfgewaltigen Rückraum mit Freiwald und Castello aufliefen. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem der VfL Kirchheim durch ein schönes Rückraum-Tor von Roman Keller zum 10:9 nach einer Viertelstunde zum ersten Mal in Führung ging. Angetrieben vom eingewechselten Mathias Bauer, der für frischen Wind sorgte, setzten sich die Blauen auf 11:13 ab. Doch der VfL brachte sich durch viele technische Fehler und vergebene Torchancen noch vor der Halbzeitpause um den Vorsprung. Stattdessen gingen die Esslinger mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause.

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So temporeich das Spiel begonnen hatte, so torarm ging es in den zweiten Durchgang. Erst nach fünf Minuten erhöhten die Esslinger auf 20:17. Nun stand auch die Abwehr der Kirchheimer nicht ganz so sicher wie zuletzt. In dieser Phase zeichnete sich der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Manuel Weiler im Kirchheimer Tor immer wieder aus. Er war wie schon gegen Grabenstetten ein sicherer Rückhalt. Seine Paraden und die Gegenstoß-Tore von Marcel Metzger, der sich von Spielbeginn an einer engen Manndeckung ausgesetzt sah, verhinderten, dass der Vorsprung der Esslinger auf mehr als vier Tore wuchs.

Der VfL kam zwar wieder auf zwei Tore heran (25:23), doch dann leisteten sich die Kirchheimer in Überzahl einen völligen Blackout. Überhastet abgeschlossene Angriffe und unmotivierte Aktionen in der Verteidigung nutzten die Esslinger clever und stellten damit den alten Vorsprung beim 28:24 wieder her. Unrühmlicher Höhepunkt dieser Phase war die rote Karte gegen Esslingens Castello, der nach rüdem Foul an Roman Keller vorzeitig zum Duschen musste. Ralf Wagner brachte einen siebten Feldspieler und hatte damit Erfolg. Der VfL kämpfte sich bis eine Minute vor Schluss auf 31:32 heran. Die Unparteiischen gewährten den Gastgebern im letzen Angriff viel Zeit. Nach angezeigtem passiven Spiel kam Esslingen noch einmal zum erfolgreichen Abschluss, ohne dass der VfL noch einmal die Chance auf den Ausgleich bekommen hätte.

In der kommenden Woche trifft die Mannschaft von Ralf Wagner im letzten Saisonspiel vor eigenem Publikum auf das Tabellenschlusslicht aus Waiblingen. Den Kirch­heimer Fans will man dann möglichst einen schönen Jahresabschluss bieten.far