Lokalsport

Vorfreude auf "super Stimmung"

Die Gedanken sind schon ein wenig beim nächsten Weltcup-Lauf. Trotzdem wollen sich die Kirchheimer Fumic-Brüder beim zweiten Mountainbike-Bundesliga-Lauf in Heubach mit dem Weltcup-Zweiten Paulissen messen.

EDGAR VELOCI

Anzeige

KIRCHHEIM Langes Hadern entspricht nicht dem Wesen von Manuel Fumic. Der Kirchheimer hat das große Pech vom letzten Sonntag längst weg gesteckt und sich auf die positiven Aspekte konzentriert. "Es hat mir fast Angst gemacht, wie gut ich zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison drauf bin. Ich habe gesehen, dass ich das Zeug habe, in der Weltelite mitzufahren." Diese Erkenntnis stimmt den U23-Weltmeister optimistisch.

Nicht nur für das Bundesliga-Rennen in Heubach am Sonntag (14.15 Uhr) sondern auch im Hinblick auf das zweite Weltcup-Rennen eine Woche später in Madrid. So sieht das auch Lado Fumic. Er ist diese Woche im Training etwas kürzer getreten. "Vielleicht ist das ja mal ganz gut so", hofft er. In der Analyse der Rundenzeiten von Spa ließ sich erkennen, dass er in einer Runde zwei Minuten auf den späteren Sieger Absalon verlor. Bedenkt man, dass er im Ziel drei Minuten auf den Olympiasieger und aber weniger als zwei Minuten auf den Zweiten, Roel Paulissen, hatte, wird klar, was an diesem Tag möglich gewesen wäre.

Obwohl die Gedanken schon ein wenig in Spanien sind, ist die Lust auf das Rennen am Rande der Ostalb ohne Zweifel da. "Ich freue mich schon auf die vielen Leute, auf die super Stimmung", sagt Manuel Fumic. Ein echter Maßstab ist mit im Rennen. Der Zweite von Spa, Roel Paulissen, hat für Heubach gemeldet. Der Belgier dürfte der größte Konkurrent der Fumic-Brüder sein.

Auch bei Marc Gölz herrscht Zuversicht. "Ich denke, ich habe in den ersten beiden Runden gezeigt, dass ich was drauf habe." Der lange, steile Anstieg liegt dem Weilheimer. Letztes Jahr war er allerdings krank, vor zwei Jahren ereilte ihn ein Raddefekt. "Ich hoffe, ich kann das diesmal ohne Probleme durchziehen", sagt er. In Heubach ist eine saubere Fahrlinie notwendig, weil es im Down-Hill viele steinige Passagen zu überwinden gilt.

Stefan Sahm aus Mössingen will nach seinem krankheitsbedingten Verzicht auf den Weltcup-Auftakt keine Prognosen abgeben. Vor einem Jahr war er in Heubach Dritter. Nachdem eine zusätzliche bakterielle Infektion auch noch mit Antibiotika behandelt werden musste, will der Giant-Biker einfach nur abwarten, wie sich der ganze Komplex auswirkt. "Mein Körper kommt sich wohl grade ziemlich veräppelt vor", fasst er seinen Zustand zusammen.

Die Nachwuchs-Biker vom MTB Teck müssen am Sonntagmorgen die Karten auf den Tisch legen. Die B-Lizenz-Fahrer wie Ralf Bernauer sind schon um 7.45 Uhr dran. Von seinen Giant-Goldway-Jugendfahrern erwartet Trainer Stephan Paul gute Resultate. Max Berner ist nach seinem Sturz in Münsingen wieder fit und Jan Herrmann ebenfalls gut drauf. Auch bei Torsten Lehmann passt die Form. Bei Junior Julius Henne wurde ein wenig Fahrt aus dem Training genommen, Benedict Bosler wirkte zuletzt in Böhringen etwas müde. Insgesamt, so Paul, sei er aber guter Dinge, was das Abschneiden seiner Zöglinge angeht.