Lokalsport

Vorjahresschnellste wollen Tempo machen

Morgen Start zum 14. Ötlinger Dreikönigslauf

Es ist angerichtet: Für die morgige 14. Auflage des Ötlinger Dreikönigslaufs über zehn Kilometer haben neben den beiden Vorjahresschnellsten auch weitere Top-Läufer gemeldet – Veranstalter TSVÖ rechnet erstmals mit mehr als 300 Teilnehmern.

Peter Eidemüller

Kirchheim. „Wir haben unsere Haus­aufgaben gemacht“, ließ Organisator Oliver Helstab Ende vergangener Woche verlauten. Soll heißen: Im Gegensatz zum Vorjahr, als aufgrund fehlender Online-Anmeldemöglichkeiten nur 152 Teilnehmer den Weg ins Rübholz fanden, ist der TSVÖ heuer gerüstet. „Wir haben Flyer ver­teilt, die letztjährigen Teilnehmer per Mail kontaktiert und unsere Homepage für Voranmeldungen gerüstet“, so Helstab. Folge: Stand gestern waren bereits 74 Läuferinnen und Läufer für die Zehn-Kilometer-Hatz am Dreikönigstag angemeldet. „Im Vergleich zu den Vorjahren lässt das auf eine hohe Teilnehmerzahl schließen“, reibt sich Helstab die Hände, denn: Zusammen mit den Kurzentschlossenen, die sich heute und morgen anmelden (Deadline ist um 9.30 Uhr in der Eduard-Mörike-Halle), könnte erstmals seit Bestehen der Laufveranstaltung die Teilnehmermarke von 300 geknackt werden. Der bisherige Top-Wert datiert aus 2005, als 281 Läufer auf die zweimal fünf Kilometer lange Strecke gingen.

Wenn um Punkt 10 Uhr der Startschuss fällt, werden auch die beiden Schnellsten aus dem Vorjahr dabei sein. Die Mittelstreckenspezialisten Matthias Heer und Clemens Sila­betzsch­ky (beide LG Neckar-Erms) nutzen den Ötlinger Dreikönigslauf erneut als Trainingseinheit für die anstehende Hallensaison. „Je nachdem wie die Streckenverhältnisse sind, wollen wir wieder aufs Tempo drücken“, verspricht Heer, der 2008 in 34,08 Minuten seinen Freund und Trainingskollegen Silabetzschky (34,11) knapp schlagen konnte. „Aktuell haben wir ein ähnliches Leistungsniveau, wobei ich Clemens ein wenig stärker einschätze“, so Heer.

Starke Konkurrenz bekommt das Duo von Markus Ruopp vom SV Ohmenhausen. Der 32-Jährige gewann 2007 in Ötlingen, war dabei in 33,13 Minuten sogar deutlich schneller als Heer vergangenes Jahr. Der Marathonspezialist sorgte vor Jahresfrist beim Tübinger Nikolauslauf über die Halbmarathondistanz für eine Überraschung, als er in 1.13,35 Stunden Dritter wurde und dabei Seriensieger Dieter Baumann vom Treppchen verdrängte. Ein weiterer Podiumskandidat in Ötlingen ist der letztjährige Fünfte Bernd Weis (SG Dettingen/Erms), während Andreas Rieke im Dress des TSV Ötlingen das Fähnchen des Veranstalters hochhält. Allerdings steckt dem 37-Jährigen, vergangenes Jahr in 39,55 Minuten auf Rang 13 gekommen, noch der Silvesterlauf auf die Teck in den Beinen. Gleiches gilt für seine Ötlinger Vereinskollegin Anne Zacharias, die nichtsdestotrotz wieder ein gewichtiges Wort um den Sieg bei den Frauen mitreden wird. 2008 wurde die 48-Jährige Zweite hinter Ute Philippi vom LAV Tübingen – ob sie morgen im Rübholz auftaucht, ist allerdings noch offen.

Sicher scheint nur eines: Die Läufer erwartet eine Eiseskälte. Der Wetterbericht geht von Minusgraden im zweistelligen Bereich aus. „Der Lauf findet aber bei jeder Witterung statt“, betont Oliver Helstab.

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